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Sport

Alle Kärntner Fußball-Meister

In der abgelaufenen Meisterschaft feierten gleich 13 Mannschaften den Meistertitel. Hier präsentieren wir alle Gewinner, von der Kärntner Liga bis zur 2.E.

vor 8 Jahren11. Juli 2018 um 08:26
KärntenLeute & Stars
Wen in Fußball-Kärnten von Lendorf gesprochen wird, fallen unter anderem zwei Aussagen: „Die kämpfen bis zum Schluss, geben nie auf.“ Und: „Ich weiß nicht warum, aber im Frühjahr sind die immer extrem stark.“ Christoph Morgenstern lüftet das Geheimnis. Zumindest über das abgelaufene Frühjahr bzw. die Vorbereitung auf dieses. „Wir haben im Winter taktisch einen riesen Schritt nach vorne gemacht. Wir wollten den Gegner früh stören. Wir haben uns mit Kapitän Julian Mataln zusammengesetzt, diese Idee besprochen.“ Die Spieler sprangen sofort auf, setzten die Vorgaben des Trainerteams perfekt um.Die Oberkärntner blieben in den letzten zehn Frühjahrsspielen ungeschlagen, feierten neun Siege und kassierten lediglich vier Gegentore. In Summer spielte Lendorf 15 Mal „zu Null“, musste die wenigsten Niederlagen (fünf) und die wenigsten Gegentore (30) einstecken. Verantwortlich dafür war neben Torhüter Michael Zunder und der routinierten Abwehr vor allem Joseph Rainer. Der 23-Jährige stand nach drei Kreuzbandrissen bereits vor dem Karriereende. „Wir haben Pepe vom Sechser zum Innenverteidiger umfunktioniert. Was er gespielt hat, war einfach überragend“, lobte Morgenstern. Und vorne waren die Lendorfer traditionell stark. Christian Kautz holte sich mit 22 Treffern die Torjägerkrone. Andreas Allmayer (16 Tore) stand dem 27-Jährigen um nicht viel nach.
Nach dem Grunddurchgang schien klar. Der Titel wird – wie der Cupsieg – wohl an Magdalensberg gehen. Doch als es darauf ankam, nämlich in den Play-offs, waren die Spielerinnen von Bleiburg auf den Punkt bereit. Zwei Siege im Halbfinale gegen Wernberg, zwei Siege im Finale gegen Magdalensberg – Anja Veratschnig und Co. sind Liga-Meister. Betreut wird das Team seit dreieinhalb Jahren von Michael Terbul. „Als ich kam, waren wir abgeschlagen Letzter, nun holten wir mit der fast gleichen Mannschaft den Titel.“ Geheimnis für den Erfolg gibt es keines: „Wir haben trainiert, trainiert, trainiert. Und nun die Früchte der harten Arbeit geerntet.“ Auf den Aufstieg verzichteten die Bleiburgerinnen. Ihren Platz in der 2. Bundesliga nimmt nun Magdalensberg ein.
Im Jahr 2001 stieg Matrei aus der Kärntner Liga ab. Damals als Spieler mit dabei: der heutige Trainer Harald Panzl, für den sich damit ein Kreis schließt. „In all den Jahren war der Verein nie eine Fahrstuhlmannschaft, hat sich Schritt für Schritt nach oben gearbeitet“, meint Panzl. Er selbst kam im Sommer 2016. Davor führte er Virgen von der 2. in die 1. Klasse. Jetzt gelang mit Matrei der nächste Aufstieg. Seinen Anteil am Erfolg redet er bescheiden: „Ich hab’ ein gutes Gefühl für die Spieler.“ Die stammen allesamt aus Matrei und Umgebung. Wie die Stützen Rene Scheiber, Mario Kleinlercher, Dominik Hanser oder Jonathan Panzl. Daran soll sich auch in der Liga nichts ändern. „Die Burschen haben es sich verdient.“ Matrei lag in den 30 Runden nur drei Mal auf Platz zwei, war sonst immer Erster. Ein großes Plus ist der Zusammenhalt: „Die Jungs unternehmen privat auch sehr viel, sind ein eingeschworener Haufen.“
Zu Saisonbeginn wurden viele Klubs als Titelfavoriten gehandelt. St. Michael/Bl. war nicht dabei. Dass die Mannschaft von Trainer Peter Kienleitner das Zeug dazu hatte, bewies sie im Herbst, als sich die Jauntaler zum Hinrunden-Sieger und Winterkönig kürten. Auf einen kleinen Durchhänger im Frühjahr folgte ein super Finish mit vier Siegen in Serie. In den vielen Dreiern sah Kienleitner auch den Schlüssel des Erfolgs. „Wir haben 18 Mal gewonnen, so oft wie kein anderes Team.“ Extrem stark war – traditionell – die Offensive. 90 Tore in 30 Spielen waren die mit Abstand meisten der Liga. Mehr als die Hälfte davon ging auf das Konto von Rok Korosec (20), Christopher Hober (15) und Arnold Groß (15). Für St. Michael/Bl. bedeutet der erstmalige Aufstieg in die Liga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. 2020 feiert der der Klub sein 100-Jahr-Jubiläum. Geht es nach Kienleitner, soll das als Liga-Verein passieren.
Vor drei Jahren hat Markus Hanser das Traineramt in Thal/Assling übernommen. Das erklärte Ziel: „Wir wollen erstmals in die Unterliga.“ Am Ende dieser Saison schloss Hanser dieses Vorhaben mit einem grünen Hackerl ab. Mit 74 Punkten in 28 Spielen, so viele wie kein anderes Team der 1. Klasse. Geschafft mit eigenen Spielern. „Lediglich der Tormann kommt aus Dölsach.“ Den Weg will Hanser in der Unterliga weiter gehen. „Ich brauch’ nur Spieler, die auch beim Training sind.“ Alle brennen schon auf die neue Saison: „Wir sind ein Dorf mit drei Häusern, spielen jetzt gegen Lienz mit 10.000 Einwohnern und Nußdorf.
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