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Reisen

Wie im Buche

Wo Frankensteins Schöpferin Mary Shelley urlaubte oder sich Gustave Flaubert in der Normandie zurückzog: die geheimen Ferienhäuser der Literaten.

vor 8 Jahren27. September 2018 um 04:03
Dieses elegante 200 Jahre alte Landhaus im nördlichen Wales diente als Ferienunterkunft für das englische Schriftstellerehepaar Shelley. Mary Shelleys berühmtestes Werk ist der 1818 erschienene Schauerroman „Frankenstein" oder "Der moderne Prometheus“, der bis heute als Grundlage für viele künstlerische Adaptionen in Film, Theater und Musik dient.
Wer sich im Urlaub nicht nur von Sonne, sondern auch von literarischem Glanz bescheinen lassen möchte, sollte eine Reise nach Nizza buchen. Viele berühmte Schriftsteller wie Hemingway, H.G. Wells oder F. Scott Fitzgerald liebten diese Stadt und ihre azurblaue Küstenlinie. Besonders Fitzgerald ist als Liebhaber der Côte d’Azur bekannt.
Um einen günstigeren Ort zum Leben zu finden als die Vereinigten Staaten, zog er mit seiner Familie nach Frankreich. Während seiner Aufenthalte in Nizza bevorzugte er das Negresco, eines der ältesten Traditionshotels der Stadt. Bis heute zählen lokale und internationale Berühmtheiten zu den Gästen. In den 1920er-Jahren erlebte Fitzgerald hier eine Reihe von exzessiven Partys, die sich in den ausufernden Feier-Szenen seines Romans „Der große Gatsby“ widerspiegeln.
Dieses charmante Haus mit Seeblick liegt im Süden der griechischen Halbinsel Peloponnes. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und erzählt eine ganz eigene Geschichte. Hier lebte der berühmte kretische Autor Nikos Kazantzakis um 1917 und betrieb im nahe gelegenen Dorf Prastova mit seinem Freund Giorgios Sorbas eine gepachtete Mine.
Die beiden scheiterten mit ihrem Bergbau-Vorhaben, doch Haus, Ort und Arbeit bildeten die Grundlage für Setting und Plot des späteren literarischen Welterfolgs „Alexis Sorbas“. Der Sandstrand in Kalogria, an dem die einprägsame Sirtaki-Szene der Verfilmung mit Anthony Quinn stattfand, ist fußläufig zu erreichen.
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