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Sport

Die Flops der Olympischen Spiele

Nicht alles hat sich in Pyeongchang so dargestellt, wie man es sich gewünscht hätte. Für manche Flops gibt es keine Schuldigen, andere waren verbale Entgleisungen oder sportliche Fehlleistungen.

vor 8 Jahren25. Februar 2018 um 09:42
Olympia 2026
Österreichs Skispringern wurden die "Flügel" gehörig gestutzt. Erstmals seit 2002 blieben die einstigen "Adler" gar ohne Medaille und das nur ein Jahr nach dem Höhenflug von Doppel-Einzel-Weltmeister Stefan Kraft. Die besten Platzierungen: Platz 13 Stefan Kraft auf der Normalschanze (schlechtestes Olympiaergebnis Österreichs auf kleinem Bakken seit 1972), Platz 6 Michael Hayböck auf der Großschanze, "Blech" im Teambewerb und noch dazu chancenlos auf Bronze.
Die öffentliche scharfe Kritik von Skisprung-Cheftrainer Heinz Kuttin nach Ende der Skisprungbewerbe an Gregor Schlierenzauer und Manuel Fettner. Der Kärntner ließ sich, nicht nur in der ersten Emotion, zu harten Worten hinreißen. "Manuel Fettner und Gregor Schlierenzauer... Tschuldigung -, das ist nicht einmal Mittelmaß, das verstehe ich nicht", echauffierte sich Kuttin. Öffentliche Worte, die teamintern alles andere als gut angekommen sind, wie man hörte.
Cross-Kurs: Fahrbar, aber absolut am Limit gebaut, lautete der Tenor der Snowboarder und Ski-Freestyler zum Cross-Kurs in Bokwang. Noch während der Spiele wurden laufend Anpassungen vorgenommen. Die Sprünge gingen aber nach wie vor weit, größtes Problem waren auch die engen aufeinanderfolgenden Elemente. Die Liste der Verletzten nach Stürzen war lang, u.a. brach sich der Vorarlberger Markus Schairer im Snowboard-Bewerb den fünften Halswirbel. Bei den Skifahrern erwischte es den Kanadier Christopher Delbosco mit Beckenbruch, vier Rippenbrüchen und einer Lungenquetschung heftig. Der Franzose Terence Tchiknavorian brach sich das Schienbein, der Tiroler Christoph Wahrstötter wurde mit Gehirnerschütterung geborgen.
Wenige Zuschauer: Sehr wechselhaft gestaltete sich die Zuschauerbilanz dieser Spiele. Teilweise wurden Bewerbe vor gähnend leeren Tribünen ausgetragen. Die späte Ansetzung von Bewerben, besonders im Alpensia Olympic Park (ab 21.30 Uhr Ortszeit), wie etwa bei den Skisprungkonkurrenzen war neben teilweise großer Kälte und hoher Eintrittspreise die Rechnung, die den Veranstaltern präsentiert wurde.
Wetter: Verschiebungen und Durchpeitschen von Bewerben waren zumindest in der ersten Hälfte der Pyeongchang-Spiele sehr unerfreulich. Teilweise wurde der Ausgang auch verzerrt. Big-Air-Olympiasiegerin Anna Gasser wurde in einer gefährlichen Windlotterie im Slopestyle um ihre Chance gebracht. Die Verantwortlichen in Bokwang hatten am Sonntag die Qualifikation wegen zu starken Windes abgesagt, das Finale am Tag danach aber trotz ähnlich gefährlicher Bedingungen mit dem Hinweis durchgepeitscht, dass es ansonst kein Finale geben würde. 41 Stürze bei 50 Runs sprechen Bände. Die nur auf Platz 15 gelandete Mitfavoritin Gasser war zurecht "böse und enttäuscht".
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