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Die besten Tipps für Ihre Reise nach Nordirland

Sie ist in Wahrheit die schönere der beiden Schwestern, die auf der Grünen Insel wohnen. Nordirland bemüht sich zu vergessen und möchte sich gleichzeitig so gerne erinnern.

Dass die Entspannung im Nordirlandkonflikt – von den Einheimischen salopp „The Troubles“ genannt – noch nicht allzu lange währt, das kann man in Belfast auf Schritt und Tritt sehen. Die Geschichte Nordirlands erzählen Einheimische am besten. Etwa in einem der schwarzen Taxis von „Belfast Black Cab Tours“ oder bei der Führung „A History of Terror“ von DC Tours.
Dort, wo einst die Titanic gebaut wurde, ist auf dem Gebiet der Werft ein sechsstöckiges Museum entstanden, in dem die Geschichte des gesunkenen Luxuskreuzers wieder auflebt.
Fast 2000 der Wandbilder, die meist die religiösen und politischen Konflikte des Landes zum Thema haben, sind seit den 1970ern in Nordirland dokumentiert. Die berühmtesten in Belfast findet man in der Falls Road und auf etlichen sogenannten Friedensmauern wie der „International Wall“, die Wohngebiete von Republikanern und Unionisten trennten.
Kinder, IRA-Kämpfer, Feministinnen – sie alle haben zwischen 1845 und 1991 ihre Strafe im Gefängnis Crumlin Road Gaol in Belfast abgebüßt. 17 wurden gehängt, wie die Falltür im Boden und der darüber baumelnde Strick schraurig in Erinnerung rufen. „Bei meinen Führungen habe ich manchmal noch Besucher dabei, die hier in Haft waren“, erzählt Tom, der durch die Zellen führt.
Innerhalb der historischen Stadtmauern von (London)Derry, Nordirlands zweitgrößter Stadt, wird abends gefeiert, dass es Ibiza zur Ehre gereichen würde.