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Schalke-Fan verließ nach 25 Minuten das Stadion

Das wird sich Schalke-Fan Lukas Kessel wohl noch länger vorwerfen: Beim Stand von 0:4 verließ er das Revierderby gegen Dortmund. Zuhause angekommen, konnte er Schalkes Aufholjagd nur noch vor der Mattscheibe mitverfolgen.

Der Moment, als alle blauen Dämme gebrochen sind: Naldo köpfelte in der Nachspielzeit den Ball zum 4:4 ins Dortmund-Tor
© APA/AFP/NORBERT SCHMIDT
Der Moment, als alle blauen Dämme gebrochen sind: Naldo köpfelte in der Nachspielzeit den Ball zum 4:4 ins Dortmund-Tor

Das 4:4 zwischen Dortmund und Schalke am vergangenen Wochenende ging in die Geschichte ein. Nachdem Dortmund mit den Gästen in der ersten Hälfte Katz und Maus gespielt hatte, drehte Schalke im zweiten Durchgang den Spieß um und glich auf 4:4 aus. In aller Munde ist Tage danach aber nicht nur das Spiel an sich, sondern auch ein gewisser Lukas Kessel. Ein Schalke-Fan, der beim Stand von 0:4 aus Sicht der Königsblauen das Stadion verlassen hat. Nach nicht einmal 30 Minuten.

Im Interview mit "11Freunde" berichtete der Pechvogel von seiner Entscheidung, das Stadion zu verlassen. "Nach dem 2:0, das wir uns ja selbst reingelegt hatten, beschlich mich das Gefühl: Heute bekommen wir richtig auf die Mütze, vielleicht sogar zweistellig. Das schlimmste war aber, dass die Dortmund-Fans die Party ihres Lebens feierten. Für mich ist dabei eine Welt zusammengebrochen. Direkt nach dem 4:0 habe ich meinen Kumpel Marcel dann aus dem Stadion geschoben."

Dem Kumpel musste er das Eintrittsgeld überweisen

Zuhause angekommen, drehte Kessel den Fernseher auf und verfolgte die Aufholjagd. "Mit der Zeit wurde ich weniger sauer, weil ich merkte: Die wollen das Spiel wirklich noch drehen. Beim 4:3 und 4:4 bin ich natürlich richtig ausgerastet und habe lautstark gejubelt", sagt der Fan. Sein Kumpel war natürlich "richtig sauer", berichtet der 20-Jährige - die 60 Euro, die die Eintrittskarte gekostet hat, hat er ihm selbstverständlich überwiesen.