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Chronik

Thai-König wird eingeäschert

Viele Thailänder kannten nie einen anderen Monarchen als ihren König Bhumibol. Sein Tod vor einem Jahr löste große Trauer aus. Jetzt ist es Zeit für den endgültigen Abschied. Am Donnerstag werden Bhumibols sterbliche Überreste eingeäschert.

vor 9 Jahren25. Oktober 2017 um 06:11
PolitikLeute & Stars
Es wird eine Totenfeier, wie sie Thailand noch nie gesehen hat: Mehr als ein Jahr nach seinem Tod wird am Donnerstag (26. Oktober) in Bangkok der Leichnam von König Bhumibol eingeäschert.   
Die Zeremonie findet nach strengen buddhistischen und hinduistischen Ritualen statt. Alles in allem dauert sie fünf Tage. Im Folgenden einige der wichtigsten Fragen und Antworten:
Bhumibol Adulyadej Borommanathbobitra amtierte sieben Jahrzehnte - so lange wie noch kein Thai-König zuvor. Als er im Oktober 2016 starb, mit 88 Jahren, war er auch dienstältester Monarch der Welt. Zuhause wurde und wird er wie ein Halbgott verehrt. Unabhängig davon galt er als Mann von tadellosem Ruf - wichtig in einem Land mit so vielen Krisen und Putschen. Mit überlebensgroßen Porträts und einem strengen Gesetz gegen Majestätsbeleidigung wird dieses Bild auch gepflegt.
Im Buddhismus dauert die Trauerzeit länger als in anderen Religionen - normalerweise zwischen 100 Tagen und einem Jahr. In der Regel werden Tote nach einer Woche eingeäschert. Bei Königen geschieht dies aber immer erst später. Für Bhumibol wurde eigens ein Krematorium errichtet, das eben erst vollendet wurde. Zudem sollten die Untertanen Zeit haben, sich im Großen Palast, wo Sarg und Urne derzeit noch stehen, von ihm zu verabschieden. Es kamen fast 13 Millionen.  
Die Urne wird in einer 1,9 Kilometer langen Prozession aufs Sanam-Luang-Feld gebracht, wo Thailands Könige traditionell eingeäschert werden. Sie steht auf einem Holzwagen, der vor mehr als 200 Jahren von ersten König der Chakri-Dynastie in Auftrag gegeben wurde. Erwartet wird, dass mehr als eine Million Menschen die Strecke säumen. Der große Rest der Nation verfolgt alles vermutlich im Fernsehen. Sechs Sender übertragen live. Kosten: alles in allem mehr als 25 Millionen Euro.  
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