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Chronik

TVR Griffith

TVR ist zurück, und zwar mit einem Sportwagen, wie es ihn heutzutage kaum mehr gibt. Ein erster Blick unter die Alukarosserie des 507-PS-Renners.

vor 9 Jahren6. Oktober 2017 um 03:11
Modellvorstellung
Les Edgar verdiente Millionen im Computerspiel-Business und ist seit frühester Kindheit ein großer Fan von TVR. Nicht nur ein oder zwei Exemplare, sondern gleich die ganze Marke zu besitzen, das kann man wohl als endgültigen Bubentraum bezeichnen, und als sich die Gelegenheit ergab, griff er zu, um aus der Firma, die für ihre urgewaltigen und rohen Hecktriebler legendär war, wieder eine strahlende Größe am Sportwagenfirmament zu zaubern.
England ist voll mit brillianten Köpfen, die vom cleveren Chassisbau bis hin zur Konstruktion lupenreiner Hochleistungsmotoren alles beherrschen. Man muss sie nur an einen Tisch bringen, und genau das ist Edgar gelungen.
Geht es darum, ein Auto zu bauen, das möglichst leicht und möglichst schnell sein soll, führt kein Weg an Altmeister Gordon Murray vorbei. Der geborene Südafrikaner verdiente seine Sporen in der Formel 1, eher er bei McLaren seinen Traum vom Straßenauto in Form des legendären F1 verwirklichen durfte. Als selbstständiger Entwickler brachte er reihenweise Sport- und sogar Stadtautos auf den Markt und gilt heute noch als der Ansprechpartner schlechthin, wenn es um effiziente Bauweisen geht.
Sein Plan für TVR: Ein stabiler Gitterrohrrahmen aus Stahl und Aluminium mit doppelten Dreiecksquerlenkern rundum, der von einer GFK-Karosserie umhüllt wird. So bleibt das Gewicht bei unter 1300 Kilogramm, ohne an der Verwindungssteifigkeit etwas einsparen zu müssen.
Ehrensache für Murray, dass die Gewichtsverteilung bei genau 50:50 auf beide Achsen liegt, weswegen der Motor auch hinter der Vorderachse positioniert ist. Winzige Überhänge vorne wie hinten helfen zusätzlich, die Trägheit beim Einlenken auf ein Mindestmaß zu beschränken, und man könnte auch anders sagen: All das, was TVR früher ausmachte, die Kernwerte der Marke, hat Murray mit viel Liebe zum Detail in die Jetzt-Zeit gebracht. Da passt es nur zu gut, dass auch das neueste Exemplar ein reiner Zweisitzer ist, der sich nach alter Tradition bei einer ganz bestimmten Firme des Antriebs bedient: Ford.
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