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Köstliche Klosterküche, die zum Verkosten einlädt

Eine ehrliche, naturverbundene Küchentradition wird im Kloster Wernberg gepflegt.

Küchenchef Markus Tschermernig und Betriebsleiterin Karin Hermann: Im öffentlichen Klosterrestaurant in Wernberg werden ausschließlich heimische Lebensmittel verarbeitet
© Adalbert Rieder
Küchenchef Markus Tschermernig und Betriebsleiterin Karin Hermann: Im öffentlichen Klosterrestaurant in Wernberg werden ausschließlich heimische Lebensmittel verarbeitet
Andrea Steiner

Dem Geschmack der Kindheit auf der Spur ist das Klosterrestaurant in Wernberg. „Ausschlaggebend für unseren heurigen Sommerschwerpunkt war die Idee von Genussland Kärnten. Da wir fast nur Eigenprodukte in unserer Restaurantküche verarbeiten, hat sich das Thema „Geschmack der Kindheit“ für uns wirklich angeboten“, erzählt Betriebsleiterin Karin Hermann. Sie leitet im Kloster Wernberg das Gäste- und Bildungshaus, in ihre Kompetenz fällt somit auch das öffentliche Klosterrestaurant. Hier schwingt Markus Tschermernig den Kochlöffel: „Die wirklich gute Küche basiert darauf, die Schätze der Erde im Jahreszyklus zu genießen.“ Bei den Zutaten für seine köstlichen Rezepte kann er aus dem Vollen schöpfen: Das Kloster Wernberg nennt eine Landwirtschaft und einen großen Klostergarten sein Eigentum. „Mit Sebastian Perwein haben wir einen tüchtigen Pächter gefunden, und unser Klostergarten wird von Projektleiter Gerhard Neff geführt“, erzählt Karin Hermann. Verpachtet sind auch die Teichwirtschaft und das Fischwasser in der Drauschleife.

Rezept: Schwammerl mit Knödel

10 g Zwiebel, 3 EL Paprikapulver, 1 kg Eierschwammerl, 250 ml Gemüsefond, 1 TL Knoblauch, gepresst, 1/8 Schlagobers, 2 EL Maisstärke, Salz, Pfeffer, Petersilie.

Zwiebel fein hacken. Mit Öl goldbraun anschwitzen. Mit Paprikapulver bestäuben und mit Gemüsefond aufgießen. Ein paar Minuten leicht köcheln lassen. Die Eierschwammerl dazugeben und ca. fünf Minuten kochen lassen. Knoblauch hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit der Maisstärke ein wenig eindicken und zum Schluss mit dem Schlagobers und der gehackten Petersilie verfeinern.

Weißbrotknödel. 250 g getrocknete Weißbrotwürfel, ½ kleine Zwiebel, 50 g Butter, 3 EL gehackte Petersilie, 3 Eier, 250 ml Milch, Salz, Pfeffer. Zwiebel fein hacken und in Butter leicht braun rösten. Die Eier gut verquirlen, mit Milch und Salz über die Semmelwürfel schütten. Gehackte Petersilie, die ausgekühlten Zwiebeln und die Semmelwürfelmasse vermischen und einige Zeit anziehen lassen. Mit feuchten Händen gleichmäßig große Knödel formen. Wasser in einem großen Topf aufkochen, salzen und die Knödel einlegen. Das Wasser nicht zu stark wallen lassen, sonst könnten die Knödel zerfallen. Die Semmelknödel ca. zehn Minuten leicht sieden lassen, dann herausnehmen.

Bekannt ist das Kloster Wernberg aber auch für diverse Brotspezialitäten: Bäckermeister Jens Schröder hat beispielsweise ein biozertifiziertes Waldstaude-, Hanf-, Dinkel- und Leinsamenbrot im Angebot. Roggensauerteig, Vollkornbrot, Kräuterbrote und Kleingebäck komplettieren die gesunde Palette, die im hauseigenen Klosterladen erworben werden kann. Das Kloster Wernberg gehört der Gemeinschaft „Missionsschwestern vom Kostbaren Blut“. Der internationale, multikulturelle Orden hat weltweit ungefähr 900 Schwestern. Die größte Gemeinschaft mit rund 60 Schwestern befindet sich im Provinzhaus in Wernberg.

Im Kloster Wernberg besteht darüber hinaus die Möglichkeit zu übernachten. Bekannt ist das Haus allerdings für sein Angebot an Seminaren und Fastenwochen mit spiritueller Ausrichtung.

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Küchenchef Markus Tschermernig kochte für die Leser der Kleinen Zeitung Eierschwammerlgulasch mit Klosterknödel
Küchenchef Markus Tschermernig kochte für die Leser der Kleinen Zeitung Eierschwammerlgulasch mit Klosterknödel © (c) Rieder Adalbert

„Verarbeitet wird, was Saison hat“

"Bei uns gibt es gar nichts Ausländisches. Unser Küchenchef verarbeitet, was gerade Saison hat“, so Betriebsleiterin Karin Hermann. Gibt es im eigenen Garten einen Kräuterengpass, so kann man auf Christian Hermann aus St. Jakob im Rosental und seinen Biogarten zählen. Kärntner Wein kommt von Alexander Egger und seinem Sternberg-Weingut, Franz Lauritsch aus St. Egyden hat einen köstlichen Quittenlikör und Hadnwhisky, Kärntner Kas- und Erdäpfelnudeln liefern Walter und Edith Kuss von der Norischen Nudelwerkstatt in Guttaring. Milch, Topfen, Butter, Eier Getreide und Erdäpfel kommen von Pächter Sebastian Perwein. Aus dem Klostergarten von Gerhard Neff werden Gemüse, Obst und Kräuter angeliefert. Naturtrüben Apfelsaft und Carinthia-Wasser wird von der Familie Adolf Unterlerchner – APO Fruchtsäfte – aus Gössering in Millstatt bezogen.