Zum Inhalt springen
ClubShopTrauerportalWerbung
Kleine Zeitung Logo
Suche
Rezepte
Dossiers
Videos
Podcasts
Horoskope
Spiele
E-Paper
Wetter
Startseite
Meine Region
Top News
Sport
Rubriken
Orte
Themen
Autoren
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.
Politik

Trumps erster Ausflug auf die Weltbühne

Die erste Auslandsreise von Donald Trump hinterließ ein gemischtes Bild. In Saudi Arabien als Freund empfangen, war sein Auftritt in Europa eher von Konflikten geprägt.

vor 9 Jahren28. Mai 2017 um 11:14
Trump konnte die autoritären Herrscher in Saudi-Arabien gar nicht genug loben. Sie rollten ihm den roten Teppich aus. Ein starkes Signal: Saudi Arabiens König Salman ibn Abd al-Aziz gab Melanie Trump (ohne Kopftuch) die Hand.
In einer Gesamtbilanz ist der erste Teil der Reise vergleichsweise ein Erfolg. Keine Ausfälle des Präsidenten. Trump als Staatsmann. Seine Rede an die muslimische Welt war nach der Schärfe des Wahlkampfs und seinen bisher von der Justiz blockierten Einreiseverboten für Bürger mehrerer muslimischer Länder unfallfrei, was viele dankbar bereits als Ausweis von Staatskunst werteten. Starke Symbole gab es und viel klingende Rhetorik. Zum Thema des islamischen Terrorismus sagte er: "Mit Entschlossenheit, Kompromissen und dem Glauben daran, dass Frieden möglich ist, können Israelis und Palästinenser einen Deal machen."
Nach Saudi-Arabien reiste Trump nach Israel. Mit aller Macht bemühte sich Israel, den 70-Jährigen als Alliierten nie da gewesener Qualität zu preisen. Der irritierende Eintrag "Amazing" (Fantastisch) in das Gästebuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sorgte für Verstimmungen. Zum Frieden im Nahen Osten sagte er: "Mit Entschlossenheit, Kompromissen und dem Glauben daran, dass Frieden möglich ist, können Israelis und Palästinenser einen Deal machen."
Europa sollte anders werden. Eine als Grußwort geplante Rede zu einem Denkmal für die Attacke auf das World Trade Center vor dem neuen NATO-Hauptquartier nutzte der Präsident für eine Standpauke. Er übte seine Macht auf die anderen aus, gab sich als Oberbefehlshaber. Als US-Präsident hat er Autorität in der NATO, sein Land ist bei weitem das zahlungskräftigste Mitglied. Lakonisch sagte er: "Ich habe niemals gefragt, nicht einmal, was das neue NATO-Hauptquartier kostet. Ich weigere mich, das zu tun. Aber es ist wunderschön."
Der Präsident musste sich nicht erklären. In acht Tagen gab er keine einzige Pressekonferenz. In Brüssel verzichtete er auf ein Statement mit den Spitzen der EU. Ratspräsident Donald Tusk stellte sich allein vor die Journalisten und sagte, er sei nicht sicher, ob man eine gemeinsame Position zu Russland habe. Nach dem NATO-Gipfel musste Generalsekretär Jens Stoltenberg als eine Art Sprachrohr herhalten und Trumps harsche Abkanzelung an die Verbündeten erklären. Beim G-7-Gipfel war der Amerikaner der einzige der Staats- und Regierungschefs, der sich nicht den Journalisten stellte.
Abonnent:in werden
  • Orte
  • Themen
  • Autoren
  • Spiele
  • Podcasts
  • Videos
  • Rezepte
  • E-Paper
  • Club
  • Gewinnspiele
  • Newsletter
  • Archiv
  • Steirer helfen Steirern
  • Kärntner in Not
  • Shop
  • Auktion
  • Kinderzeitung
  • Trauerportal
  • Partnersuche
  • Werbung
ImpressumAGBDatenschutzBarrierefreiheitserklärungHilfeCookie-EinstellungenPush-Mitteilungen

© 2026, kleinezeitung.at | Kleine Zeitung GmbH | Alle Rechte vorbehalten.