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Politik

60 Jahre Römische Verträge

Am 25. März 1957 unterzeichneten Vertreter Deutschlands, Belgiens, Luxemburgs, Frankreichs, der Niederlande und Italiens die "Römischen Verträge". Die Feierlichkeiten in Zitaten.

vor 9 Jahren24. März 2017 um 15:13
Gerade einmal zwölf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wagten sechs europäische Staaten einen gewaltigen Schritt aufeinander zu. Am 25. März 1957 unterzeichneten Vertreter Deutschlands, Belgiens, Luxemburgs, Frankreichs, der Niederlande und Italiens die "Römischen Verträge". Darin vereinbarten die Gründerstaaten der späteren Europäischen Union die Schaffung eines gemeinsamen Marktes und die engere Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie.
"Die Europäische Gemeinschaft verfolgt nur friedliche Zwecke. Sie richtet sich gegen niemand. Sie ist gegenüber jedem Staat zur Zusammenarbeit bereit. Der Beitritt steht allen europäischen Staaten offen. (...) Der friedliche Fortschritt im Zusammenwirken mit allen ist unser Ziel." Konrad Adenauer (Deutscher Bundeskanzler)
"(Es geht) zunächst um die feierliche Bekräftigung einer tiefen Solidarität zwischen sechs Völkern, die sich im Lauf der Zeit so oft in gegnerischen Lagern befunden haben, die einander auf Schlachtfeldern gegenüber gestanden haben und die jetzt zusammenwachsen und sich vereinen, im Reichtum ihrer Unterschiedlichkeit, zur Verteidigung des gleichen menschlichen Ideals." Paul-Henri Spaak (Belgischer Außenminister und Vorsitzender der Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung des Vertrags von Rom)
"Unsere Einigkeit und unsere Stärke werden denjenigen Achtung einflößen, die die Absicht haben sollten, den Frieden zu stören. Unsere Uneinigkeit und unsere Schwäche würden für sie jedoch die gefährlichste Versuchung darstellen." Christian Pineau (Französischer Außenminister)
"Hier in Rom, der alten Hauptstadt der antiken Welt, wurden in genialer Weise die politischen, rechtlichen und sozialen Grundlagen unserer heutigen Zivilisation geschaffen. So legen auch wir heute in diesem selben Rom die Grundsteine eines neuen Europa, für das wir die gleiche Einigkeit und Stärke, den gleichen Wohlstand erhoffen, wie sie das Rom der Cäsaren gekannt hat." Joseph Luns (Niederländischer Außenminister)
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