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Kultur

Magische Stimme ist verstummt

Mit seiner rauchigen Stimme, dem tief in die Stirn gezogenen schwarzen Hut und der ihn stets umgebenden Aura tiefster Melancholie galt Cohen als Phänomen, Legende und einer der herausragenden Songschreiber aller Zeiten.

vor 10 Jahren11. November 2016 um 07:07
Leute & Stars
Mit dem Welterfolg "So long Marianne" setzte der kanadische Sänger seiner Muse und jahrelanger Gefährtin, der Norwegerin Marianne Ihlen, einst ein musikalisches Denkmal. Auf der griechischen Insel Hydra hatten sich die beiden in den 60er-Jahren kennengelernt und stürmisch ineinander verliebt. Dann verliefen sich ihre Wege.
Doch kurz vor ihrem Tod - nur wenige Monate vor Cohens Tod, der in der Nacht zum Freitag bekannt wurde - hatte das einstige Paar noch einmal Kontakt.  Marianne Ihlen hatte Krebs und lag im Sterben, da schrieb Cohen ihr im Juli: "Nun, Marianne, es ist so weit gekommen, dass wir beide wirklich so alt geworden sind, dass unsere Körper auseinanderfallen, und ich denke, ich werde dir bald nachfolgen. Wisse, dass ich so nah hinter dir bin, dass, wenn du deine Hand ausstreckst, du meine erreichen kannst."  
Der Tod hatte sich angekündigt. "You Want It Darker" hieß Leonard Cohens letztes Album, voller dunkler Anspielungen. Mehr und mehr hatte sich der kanadische Musiker in den vergangenen Jahren aus der Öffentlichkeit in seine bescheidene Wohnung in Los Angeles zurückgezogen.
Mit seiner rauchigen Stimme, dem tief in die Stirn gezogenen schwarzen Hut und der ihn stets umgebenden Aura tiefster Melancholie galt Cohen als Phänomen, Legende und einer der herausragenden Songschreiber aller Zeiten.
Im Alter war der Liedermacher noch einmal so richtig zurückgekehrt, nachdem er zwischenzeitlich gegen Depressionen gekämpft hatte und jahrelang in einem Zen-Kloster verschwunden war. Im Jahr 2008 wurde Cohen in die "Rock and Roll Hall of Fame" in New York aufgenommen.
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