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Chronik

Was sagen die Harter?

Lokalaugenschein in Hart bei Graz. Wir befragten die Bürger jener Gemeinde, die derzeit den Sparstift vehement ansetzt.

vor 10 Jahren30. Oktober 2016 um 07:38
Graz-UmgebungGraz
Helmut Erhartmaier, Unternehmer: „Es ist natürlich notwendig, die Gemeinde zu entschulden. 30 Millionen, das ist schon eine Summe, da stehe ich zum Konzept des neuen Bürgermeisters. Aber ich will nicht über die Vergangenheit schimpfen, schon gar nicht über den Alt-Bürgermeister. Es wurde ja auch viel umgesetzt in den letzten Jahren. Aber er und seine Gemeinderäte haben sich halt einfach viel zu wenig Gedanken gemacht.“
Arno Paier, Unternehmer: „Ich bin zufrieden, weil die Gemeinde alles bietet. Es wurden Schulden gemacht, ja, aber es wurde auch etwas Tolles aufgebaut. Jetzt gibt‘s eine neue Philosophie, die ebenso etwas für sich hat. Die Situation ist für den neuen Bürgermeister sicher nicht leicht – aber richtig sparen muss man eigentlich von oben. Überregional.“
Elfe Lorber, Reiningskraft: „Man erfährt auch heute nur das, was andere wollen, denn obwohl alles so bürgernah sein soll, bekommt man kaum etwas mit. Früher hätte man nicht alles doppelt bauen sollen, nimmt man der Jugend jetzt aber die Eishalle, hat sie gar nichts mehr. Für die Jugend muss einfach mehr getan werden.“
Christl Payer, Penionistin: „Ich bin die Mutter vom Alt-Bürgermeister und bringe als ehemalige Lehrerin heute Asylanten Deutsch bei. Ich finde es generell ungeschickt, das eigene Nest ständig zu beschmutzen und immer nur von den Schulden zu reden. Wir haben auch viele Errungenschaften, da bringt es jetzt nichts, alles zu Tode zu sparen. Das macht uns nur kaputt. Die Jugend zum Beispiel braucht die Eishalle unbedingt.“
Christian Binder, Gemeindebediensteter: „Der Radweg ist schlecht beleuchtet und für Kleinkinder gibts in Hart kaum etwas. Aber im Grunde ist sonst alles da, was man zum Leben braucht. Eine fast perfekte Gemeinde.“ Sarah Radl (mit Rene), Angestellte: „Es wäre schön, gäbe es mehr Förderung für den Kindergarten. Das würde Familien vieles erleichtern. Toll ist jetzt, dass man als Bürger mitreden kann, dass es ein offene Gemeinde ist.“
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