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Sport

Wir sind Olympia

14 Kärntner Athleten nehmen an den Olympischen Sommerspielen in Rio teil. So viele wie noch nie. Wir stellen Ihnen alle vor. Ihre Chancen, ihre Hoffnungen.

vor 9 Jahren31. Oktober 2017 um 15:58
KärntenOlympische Sommerspiele
ChronikLeute & StarsOlympia 2026
LARA VADLAU UND JOLANTA OGAR Insgeheim sind Lara Vadlau und Jolanta Ogar die ganz großen Hoffnungen auf eine Goldmedaille bei diesen Spielen. Seit die junge Kärntnerin ihren Kopf durchgesetzt hat (ein in ihrem Fall durchaus positiver Charakterzug) und Jolanta Ogar ins Boot geholt hat, ging es steil bergauf. Sie gewannen heuer EM-Gold 2016 vor Palma, sie holten gleich zwei Mal WM-Gold in Haifa (2015) und Santander (2014). Nur die Olympia-Medaille fehlt noch. Dafür haben die beiden richtig geschuftet, sind rund 100 Mal im olympischen Segelrevier mit und gegen den Wind gesegelt, haben alle Meeresströmungen analysiert. Und trotzdem: „Es muss alles passen, jeden Tag“, so Vadlau.  
MAGDALENA LOBNIG Bereits im September 2015 stand fest, dass die Völkermarkterin einen fixen Startplatz bei den Spielen in Rio hat. In den Monaten danach gingen der 26-Jährigen die „Fünf Ringe“ nicht mehr aus dem Kopf: „Bei allem, was ich tat, war Olympia gegenwärtig. Selbst bei Familienfeiern war ich beim Essen und den Aktivitäten extrem vorsichtig.“ Genützt hat es nichts, denn eine hartnäckige Nebenhöhlenentzündung zwang die Völkermarkterin immer wieder zum Pausieren. Erst in den letzten Wochen konnte sich Lobnig als „gesund“ bezeichnen. Über Rio den Janeiro holte sie vor dem Abflug „keine Informationen ein. Ich weiß nur, es ist Winter und nicht so heiß“. Richtig heiß wird ihr, wenn sie an ihren Wecker denkt: „Das frühe Aufstehen ist nicht meines, ich muss aber um 5 Uhr aus dem Bett, weil meine Rennen für 9.30 Uhr angesetzt sind. Vom Olympischen Dorf zur Rennstrecke benötigen wir mehr als eine Stunde.“ Trotzdem will Magdalena ihr Ziel, „einen Platz im A-Finale“, erreichen. Als moralische Unterstützung reisen die Eltern und Schwester Katharina mit nach Brasilien. „Sie sind ganz wichtig für mich, weil sie mir den nötigen Halt geben.“
LISA PERTERER Es sind die zweiten Olympischen Spiele für die Triatlethin Lisa Perterer. Die Villacherin, die 2012 als 20-Jährige die Qualifikation für London schaffte, traut sich in Rio de Janeiro eine Spitzenplatzierung zu. „Das Klima taugt mir voll und auch die Strecke ist super“, sagt Perterer. Viel wird darauf ankommen, wie es ihr beim Schwimmen geht. Denn mit dem Rad ist sie stark und beim Laufen zählt sie zu den Besten. Die HSZ-Soldatin, die mit 16 Jahren mit dem Triathlon begann, wird am 13. August nach Brasilien reisen. Am 20. August steigt der Bewerb.
NIKO RESCH Der eine heißt Niko (der andere Nico). Niko ist der Kärntner, Familienname Resch. Und der Veldener ist der Vorschoter im 49er, den er sich mit dem Tiroler Nico Delle Karth teilt. Für Niko Resch sind die Spiele in Rio bereits seine vierten, er war schon 2004, 2008 und 2012 dabei. Und zuletzt haben die beiden in London ganz knapp eine Medaille (Rang 4) verpasst. Sie waren Vizeweltmeister, Weltcupsieger. Also muss heuer zwangsläufig eine olympische Medaille her, weil es auch immer aufwärtsgegangen ist. „Die Gegner rechnen mit uns, wir rechnen nicht gleich mit einer Medaille, da muss viel, nein, alles passen. Aber wir haben uns richtig gut vorbereitet, wir waren 200 Tage in Rio. Da haben wir sicher einen Vorsprung“, so der Kärntner.
LISA ZAISER Mit 17 Jahren war Schwimmnixe Lisa Zaiser bei den Olympischen Spielen in London die jüngste Athletin im rot-weiß-roten Team. Mittlerweile ist die Baldramsdorferin 21 und kann ihren Start am 8. August an der Copacabana kaum abwarten: „Mit 21 bei den zweiten Spielen dabei zu sein, ist richtig cool. Dort begegnet jeder jedem auf Augenhöhe. Für einen Sportler ist das, das höchste der Gefühle.“ Auf Teneriffa holte sich die Blondine, die über 200 Meter Lagen an den Start geht, den letzten Schliff. „Ich bin in Rio, um alles zu geben, und für mich gibt es nur Vollgas.“
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