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Die Favoriten

Wird es diesmal eine Frau? Der UNO-Sicherheitsrat beginnt am Donnerstag mit dem Wahlverfahren für einen neuen Generalsekretär. Nach Monaten der Anhörungen kommen die Vertreter der 15 Mitgliedstaaten in New York zusammen, um in geheimer Abstimmung eine Bewertung der bisher zwölf Kandidaten abzugeben. Zu den Favoriten für die Nachfolge von Ban Ki-moon zählen u. a. Sloweniens Ex-Präsident Danilo Türk, die Bulgarin Irina Bokova sowie der Portugiese Antonio Guterres.

Als einer Top-Favorit gilt Antonio Guterres. Der Portugiese war von 1992 bis 2002 Generalsekretär der Sozialistischen Partei sowie 1995 bis 2002 Premierminister Portugals. 1999 bis 2005 war Guterres Präsident der Sozialistischen Internationale, 2005-2015 UNO-Hochkommissar für Flüchtlingsfragen.
Viele würden eine Frau, speziell aus Osteuropa, favorisieren. Gute Chancen werden deshalb die Bulgarin Irina Bokova eingeräumt. Die Ökonomin war ab 2005 Botschafterin in Frankreich und anschließend bei der UNESCO. 2009 wurde sie Generaldirektorin der UNESCO. 2013 wurde sie in diesem Amt bestätigt.
Er hat reichlich Erfahrung bei der UNO gesammelt: Danilo Türk ist emeritierter Professor für Internationales Recht und war von 1992 bis 2000 Botschafter bei den Vereinten Nationen sowie von 2000 bis 2005 politischer Assistent von UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Innerhalb der Vereinten Nationen war er in mehreren Ausschüssen in den Bereichen Diskriminierung und Menschenrechte tätig. 2007-2012 hatte er das Amt als slowenischer Staatspräsident inne.
Jung und mit internationaler Erfahrung: Der 1975 in Belgrad geborene Jeremić studierte in Cambridge und machte in Harvard einen Master of Public Administration. Nach Tätigkeiten für Banken arbeitete er in mehreren serbischen Ministerien und war zwischen 2007 und 2012 Außenminister. Damals versuchte er, die diplomatische Anerkennung des Kosovo zu verhindern. 2012 leitete Jeremić die UN-Generalversammlung.
Auch sie gilt als Top-Favoritin: Clark, studierte Politologin, war von 1999 bis 2008 Premierministerin Neuseelands und verfolgte eine Politik der Renationalisierung der vernachlässigten Infrakstruktur. Seit 2009 leitet sie das Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP).