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Mobilität

JEEP

Wir zeigen Ihnen die zehn wichtigsten Modelle aus 75 Jahren Jeep.

vor 10 Jahren4. Juli 2016 um 11:51
Mobilität
Der erste Jeep hieß nicht Jeep, sondern MA. Hersteller Willys Overland gewann 1941 eine Ausschreibung für ein leichtes Aufklärungsfahrzeug, und heraus kam das Military Model, Variant A. Etwas später folgte der verbesserte MB, den im Rahmen eines Rüstungsvertrags sogar Ford produzierte. Um den Namen Jeep indes ranken sich Legenden: Die einen meinen, es sei eine Abkürzung von General Purpose (Allzweck), die anderen, es sei ein Werkskürzel von Ford. Doch am wahrscheinlichsten ist die Ableitung vom Comic-Helden „Eugene the Jeep“ aus der Popeye-Serie – ein Fabelwesen, dass auf Decken gehen, fliegen und auf Bäume klettern konnte – also ähnlich vielseitig war wie der erste Jeep.
Der Krieg nahm 1945 sein Ende, doch für das leichte Allradfahrzeug ging es nun erst richtig los. Willys ließ sich sofort den mittlerweile prominenten Namen Jeep schützen und startete die Produktion der zivilen Variante CJ-2A. CJ stand nach alter Abkürzungsmilitärmanier schlicht für Civilian Jeep und bis auf Details glich der erste für Privatleute erhältliche Geländewagen der Army-Version nahezu eins zu eins – inklusive natürlich dem klassischen Planendach.
Die Leute liebten das tapfere Automobil, mit dem man überall hinfahren konnte. Doch na ja, der luftige Aufbau war manchen dann doch ein wenig zu rustikal. Also folgte 1949 der Station Wagon. Heißt: Auf dem klassischen Leiterrahmen sitzt nun eine Ganzstahlkarosserie, also mit festem Dach, ordentlichen Türen, zwei Sitzreihen mit jeweils drei Plätzen sowie einem siebenten Extraplatz ganz hinten im Kofferraum. Der Jeep ging also ein wenig mehr in Richtung Pkw und nahm so den SUV-Trend zu einer Zeit vorweg, als die meisten noch von einem Kleinwagen träumten.
Die Herkunft als Militärvehikel konnte der Jeep auch später nicht ablegen. Der CJ-5 von 1955 galt zwar als lupenreines Freizeitfahrzeug für die aufkommenden Spaßgesellschaft, basierte jedoch auf dem M38A1, der 1952 für den Einsatz im Korea-Krieg entwickelt wurde. Die neuen Motoren und Achsen, der längere Radstand sowie das verbesserte Platzangebot dank der größeren Karosserie passten aber auch perfekt für zivile Zwecke. Und überhaupt: Erstmals fungierte nicht mehr Willys als Hersteller, sondern eben Jeep, und der Schriftzug prangte entsprechend stolz auf den Seiten der Motorhaube.
Robuste Offroad-Vehikel für Farmer und Surfer war die eine Sache, gepflegte Allradcruiser für die betuchte Gesellschaft die andere. Und genau dieses Feld bediente Jeep ab 1963 mit dem Wagoneer. Mehr Komfort, mehr Platz, erstmals sogar ein Automatikgetriebe in Verbindung mit (ebenfalls erstmals permanenten) vier angetriebenen Rädern, das gab es noch nie. 1973 setzte Jeep noch eins drauf und kombinierte erstmals eine Einzelradaufhängung an der Vorderachse mit Allrad, und langsam bekamen wir eine Idee davon, was ein Premium-SUV sein könnte.
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