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Mobilität

DIE NEUEN MODELLE

In China spielt für die Autohersteller die Musik: Deshalb lassen sie sich bei den zahlreichen Neuheiten auf der Peking Motor Show auch nicht lumpen.

vor 10 Jahren25. April 2016 um 13:51
Mit dem T-Prime Concept GTE gibt VW einen Ausblick auf den neuen Touareg: Wie die Serienversion des Plattformbruders des Audi Q7 aussehen wird, lässt sich damit schon recht konkret erahnen – und wie der Ingolstädter dürfte wohl auch der Wolfsburger einige Kilogramm leichter werden.
Die Studie des SUV steht mit Plug-in-Hybridantrieb am Messestand. Das System klotzt mit einer Systemleistung von 380 PS und einem vereinten Drehmoment von satten 700 Newtonmetern. Dennoch soll der Touareg mit dieser Motorisierung (im äußerst pluginhybridfreundlichen NEFZ-Zyklus) einen Schnittverbrauch von weniger als 3 Litern einfahren. Die rein elektrische Reichweite des Teilzeitstromers liegt bei bis zu 50 Kilometern. Den Standardsprint von 0 auf 100 absolviert der Hüne in 6 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 224 km/h. Einen Termin für den Marktstart haben die Wolfsburger noch nicht verraten.
Der Innenraum orientiert sich an den beinahe ganz schalterlosen Cockpits der letzten Studien des Konzerns orientieren. Stattdessen gibt es zwei physisch voneinander getrennte Displays, die optisch und funktional miteinander verschmelzen: das Active Info Display als frei programmierbares Kombiinstrument vor dem Fahrer und die Head Unit als Screen des Infotainmentsystems in der Mittelkonsole. Auch Gestensteuerung soll an Bord sein.
Wie ein Auto aussieht, bei dem wirklich nur mehr die Räder rund sind? Vielleicht war genau das der Entwicklungsauftrag von IAT an seine Ingenieure, als es an das SUV-Konzept für die Peking Motor Show ging. Schließlich ist das die Heimmesse der chinesischen Herstellers, da darf man schon einmal ein wenig auffallen. Vielleicht gab es im hiesigen Zentralbüro für technisches Zeichenequipment aber auch Sanktionen auf Zirkel und der Siegeszug des Geodreiecks sollte forciert werden, jedenfalls wirkt das Sechs-Meter-Monster ohne Namen wie ein Mischung aus einem verunfallten Stealth-Bomber und einem grobpixeligen Computerspiel aus den Achtzigern.
Die zerklüftete Formensprache kommt durch den mattschwarzen Lack nur noch martialischer rüber, da es Spiegelungen komplett verschluckt und einen messerscharfen Kontrast aus hell und dunkel bietet. Weitere Design-Highlights sind zweifellos die Scheiben in Diamantenoptik sowie die Heckleuchten, die von der Stoßstange bis zum Dach reichen. Dass bei einer so bösen Optik kein braver Vierzylinder unter der Haube stecken darf, versteht sich eigentlich von selbst. Ein V10-Diesel soll für standesgemäßen Vortrieb sorgen und die grobstolligen Offroadreifen zeigen nicht nur eindeutig, dass dieses SUV-Konzept auch im Gelände seine Talente haben soll. Sondern auch, dass sogar hier versucht wurde, Reifen mit möglichst vielen Ecken und Kanten zu verbauen.
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