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Juwelierräuber mit Blumen-Trick

Bandenmitglied der "Pink Panther" vor Gericht: Schöffengericht in Graz verhandelt über den Montenegriner, der sich mit einem Blumenstrauß Zugang zu Grazer Juweliergeschäft verschaffte und Markenuhren raubte.

Die Räuber und der Trick mit dem Blumenstrauß
© APA
Die Räuber und der Trick mit dem Blumenstrauß

Als Räuber mit dem Blumenstrauß hat er negative Berühmtheit erlangt. Heute steht der Montenegriner Milovan B. (30) in Graz vor einem Schöffengericht und muss sich für den Überfall auf einen Juwelier auf dem Grazer Hauptplatz im Februar dieses Jahres verantworten.

Nach dem Überfall  haben steirische Ermittler die mutmaßlichen Täter ausgeforscht: Es handelt sich - wie bereits am Tag nach dem Raub vermutet - wahrscheinlich um Mitglieder der "Pink Panther". Milovan B. wurde im September verhaftet, ein 37-jähriger Komplize sitzt in Kroatien. Ein 45-Jähriger sowie zwei Frauen sind noch auf der Flucht.

Falsche Blumenboten

Das Trio in Begleitung der zwei Frauen, die als Aufpasserinnen fungiert haben dürften, hat  am Vormittag des 10. Februar den Grazer Traditionsjuwelier nahe dem Hauptplatz überfallen. Die Männer wendeten dabei einen Trick an, bei dem sie vorgaben, Blumen zu überbringen. Die teils maskierten Täter bedrohten den Inhaber, vier Angestellte und eine Kundin und zwangen sie, sich auf den Boden zu legen. Milovan B. soll dabei eine Spielzeugpistole verwendet haben. Die Bande erbeutete Bargeld und hochpreisige Uhren. Dann flüchteten die Räuber samt Beute zu Fuß.

Mit den Bildern aus der Überwachungskamera wurden   Milovan B. und sein 37-jähriger Landsmann sowie die drei anderen Komplizen aus Serbien identifiziert. B. wurde bereits im Mai bei der Ausreise von Kroatien nach Serbien von kroatischen Beamten festgenommen. Er ist seither in Untersuchungshaft. Im Umfeld des Verdächtigen stießen die Ermittler auch auf den ebenfalls schon inhaftierten 37-Jährigen.

Während die Männer zu der "Pink Panther"-Bande gehören dürften, seien die Frauen noch nicht eindeutig zugeordnet, waren aber zweifelsfrei am Auskundschaften des Tatortes beteiligt, teilte die Polizei mit. Während des Überfalls hielten sie sich in der Nähe auf. Von der Beute fehlt bisher jede Spur, doch bei einer Hausdurchsuchung in Serbien wurden mehrere Hunderttausend Euro gefunden.

Schwerer Raub

Heute muss sich Milovan B. wegen schweren Raubes verantworten, wobei er die Tat als Mitglied einer kriminellen Vereinigung begangen haben soll.