Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Kein Horten-Ultimatum an den KAC

Eine Falschmeldung machte gestern die Runde. KAC-Gönnerin Heidi Horten soll ihre Millionen vom KAC abziehen, sollten die Rotjacken wieder nicht das Play-off erreichen.

© Gepa
MARIO KLEINBERGER

Auch nach dem 4:3-Erfolg bei den Vienna Capitals am Montag kommt der KAC nicht richtig zur Ruhe. Gestern war ein weiteres, angebliches Ultimatum der KAC-Gönnerin Heidi Horten das Gesprächsthema Nummer eins in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Einem Bericht einer österreichischen Tageszeitung zufolge soll die Milliardärin dem KAC ein Ultimatum gestellt haben: Erreichen die Rotjacken wie schon im Vorjahr wieder nicht die Play-offs, zieht Horten ihre Millionen vom KAC ab. Innerhalb der letzten zehn Jahre soll Horten rund 30 Millionen Euro in den Klagenfurter Verein gepumpt haben. Im selben Artikel wurde auch ein Rückzug von Hellmuth Reichel angerissen.

Der KAC-Vizepräsident verwies den Bericht ins Reich der Fabelwesen. Mit Horten sei er fast tagtäglich in Kontakt und „wir sprechen auch viel über Eishockey und über den KAC“, erklärt Reichel. „Aber sie hat mir gegenüber noch keine einzige Andeutung gemacht, dass sie uns künftig nicht mehr unterstützen wird“. Gleichzeitig weist Reichel auch das Gerücht zurück, wonach er selbst einen Rückzug vom KAC plane. „Diese Behauptung ist völlig aus der Luft gegriffen“, versteht der Klagenfurter Mediziner solche Falschmeldungen nicht. Vom Erfolg der KAC in Wien sei er aber angetan gewesen. „Es war eine anständige Leistung“, so Reichel, dem Heidi Horten sogar ihren Privatjet für den Flug nach Wien zur Verfügung gestellt hatte.

Zu Veränderungen im Vorstand der Klagenfurter wird es bei der nächsten Generalversammlung, die Anfang nächsten Jahres stattfinden wird, in jedem Fall kommen. Der verstorbene KAC-Präsident Karl Nedwed hat, bevor es ihm gesundheitlich schlecht ging, mit Dietmar Krenn darüber gesprochen, ob er das Amt des Präsidenten übernehmen würde. Daher ist Krenn, der seit Jahrzehnten für die Brauerei Hirt arbeitet, auch der Favorit für die Nachfolge von Nedwed. Unklar ist, ob Peter Ambrozy und Theodor Kramer im Vorstand bleiben. Fix ist, dass der Unternehmer Johannes Schwaiger eine Position im Entscheidungsgremium des KAC bekleiden wird.

MARIO KLEINBERGER