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Auch bei Amazon: KI-Kosten brennen Milliardenloch in die Bilanz

Hohe Kosten für den Bau neuer KI-Rechenzentren belasten die Quartalsbilanz von Amazon. Der Aktienkurs brach im nachbörslichen Handel an der Wall Street zeitweise um rund acht Prozent ein.

© IMAGO/Weston Hancock / SOPA Images

Überraschend hohe Kosten für den Bau neuer KI-Rechenzentren belasten die Bilanz von Amazon. Der Barmittelabfluss habe sich in den vergangenen drei Monaten auf 42,4 Milliarden Dollar nahezu versechsfacht, teilte der weltgrößte Onlinehändler mit. Gleichzeitig blieben sowohl die Zahlen für das dritte Quartal als auch der Ausblick trotz eines Wachstumsschubs im wichtigen Cloud-Geschäft hinter den Markterwartungen zurück.

Amazon-Aktien brachen daher im nachbörslichen Handel an der Wall Street zeitweise um rund acht Prozent ein.

Amazon Web Services (AWS), die Cloud-Tochter des Unternehmens, steigerte den Umsatz um 39,3 Prozent, so stark wie zuletzt vor rund fünf Jahren. Die Konzernerlöse von Amazon legten im Berichtszeitraum währungsbereinigt um 13 Prozent auf 201,9 Milliarden Dollar zu. Unter dem Strich sank der Gewinn um gut zwei Prozent auf 20,7 Milliarden Dollar. Amazon begründete dies aber vor allem damit, dass vor einem Jahr Bewertungsgewinne bei der Investition in die KI-Firma Anthropic das Ergebnis hochgetrieben hätten.

Für das angelaufene Quartal stellte der Onlinehändler einen Umsatz zwischen 240 und 247 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Mittelwert dieser Spanne liegt unter den 244,5 Milliarden Dollar, die Analysten bisher prognostiziert hatten. Dies schürte Spekulationen, dass sich die Verbraucher wegen der anziehenden Inflation im wichtigen Weihnachtsgeschäft mit ihren Ausgaben zurückhalten könnten.

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