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12,7 Milliarden Euro: Auftragsstand der Andritz AG erreicht Rekord

Der steirische Technologiekonzern Andritz AG steigerte im dritten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich. Der Anlagenbauer meldet zudem einen neuerlichen Rekordauftragsstand und bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr.

© APA / Hans Klaus Techt
Investitionen in erneuerbare Energien, Elektrifizierung und Technologien für die Kreislaufwirtschaft unterstützten laut dem global tätigen Grazer Konzern weiterhin die Nachfrage

Der steirische Technologiekonzern Andritz AG hat im dritten Quartal 2026 mehr Umsatz und Gewinn gemacht. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 9,2 Prozent auf über 2,05 Milliarden Euro, das Konzernergebnis legte um 14,4 Prozent auf 127,3 Millionen Euro zu, teilte der börsennotierte Maschinen-und Anlagenbauer am Donnerstag mit. Auch der Auftragseingang blieb im selben Zeitraum mit gut 2,16 Milliarden (Vorjahr: 2,18 Milliarden) Euro weiter auf hohem Niveau.

Investitionen in erneuerbare Energien, Elektrifizierung und Technologien für die Kreislaufwirtschaft unterstützten laut dem global tätigen Grazer Konzern weiterhin die Nachfrage. Der Auftragsstand per 30. September 2026 erreichte den Angaben zufolge den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. Er stieg um 21,7 Prozent gegenüber dem Niveau zum Jahresende 2025 auf über 12,72 Milliarden Euro. „Wir werden weitere Verbesserungen konsequent vorantreiben und unseren hohen Auftragsstand in profitables Wachstum umsetzen“, wird Andritz-Vorstandschef Joachim Schönbeck in einer Aussendung zitiert.

Kräftiges Plus im Bereich Hydropower

Dank anhaltender Nachfrage nach erneuerbarer Energie und der Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke stieg der Auftragseingang im Geschäftsbereich Hydropower im dritten Quartal um 34,2 Prozent auf 703,9 Millionen Euro. Auch der Geschäftsbereich Metals legte auf 357,4 Millionen (295,8 Millionen) Euro zu. Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Pulp & Paper verringerte sich dagegen um 24,5 Prozent auf 706,8 Millionen Euro. Ein Minus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gab es auch beim Geschäftsbereich Environment & Energy mit einem Auftragseingang von 398,1 Millionen Euro.

© KLZ/Jürgen Fuchs
Andritz-Vorstandschef Joachim Schönbeck: „Wir werden weitere Verbesserungen konsequent vorantreiben und unseren hohen Auftragsstand in profitables Wachstum umsetzen“

Ausblick für Gesamtjahr bestätigt

Andritz bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2026. Der Konzern rechnet damit, dass die Projektaktivitäten auf dem aktuell hohen Niveau bleiben werden. Für 2026 prognostiziert der Anlagenbauer weiterhin eine Rückkehr zum Wachstum und einen Umsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro. Die vergleichbare EBITA-Marge (ohne nicht-operative Positionen) werde voraussichtlich weiterhin zwischen 8,7 Prozent und 9,1 Prozent liegen.