Brandrisiko im Restmüll: LED-Kerzen richtig entsorgen

Anlässlich Allerheiligen und Allerseelen weist der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) darauf hin, LED-Grablichter getrennt von floralem Grabschmuck zu entsorgen. In einem eigenen Recycling-Guide wird auf eine achtsame Entsorgung von Friedhofsabfall aufmerksam gemacht. Während aus alten Kränzen und Gestecken wertvoller Biomüll entstehen könne, gehören kaputte LED-Kerzen zum Elektroschrott. Batteriebetriebene Grablichter können im Restmüll Brände verursachen.
Immer mehr Friedhofsbesucherinnen und -besucher ersetzen die klassische Wachskerze durch LED-Kerzen, die im Vergleich zur traditionellen Beleuchtung in der Regel eine größere Langlebigkeit haben und wetterfester sind, schrieb der VOEB. Aufgrund ihrer Batterie oder ihres Akkus zählen LED-Kerzen zu Elektrogeräten und sind nach ihrer Lebenszeit demnach Elektroschrott. Entsorgt werden müssen diese entweder am Kaufort oder in Altstoffsammelzentren. Für klassische, ausgebrannte Einweg-Grablichter aus Wachs gibt es an vielen Friedhöfen eigene Sammelbehälter, sonst kommen sie in den Restmüll, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag.
"Batteriebetriebene Grablichter, teilweise mit kleinen PV Modulen ausgestattet, sollen eigentlich die Brandgefahr am Grab verringern. Ausgerechnet im Restmüll werden sie aber selbst zum Risiko", teilte Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB, mit. Landen sie im Restmüll, können sich LED-Kerzen bei Reibung oder Beschädigung entzünden und Brände in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen auslösen. Batterien und Akkus müssen, sofern sie entnehmbar sind, getrennt über den Handel oder eine kommunale Sammelstelle abgegeben werden. Sie dürfen nie im Rest- oder Kerzenmüll entsorgt werden, da Brandgefahr droht.
Blumen, Reisig, Laub und Zweige gehören ohne Folie und Kunststoffteile in die Biotonne bzw. den Kompostcontainer. Kränze und Gestecke müssen zerlegt werden. Pflanzliches gehört in den Bioabfall, Draht zum Altmetall und Styropor, Steckschwamm, Schleifen sowie Kunststoffblumen in den Restmüll. Für viele Kunststoffe in der Floristik gibt es inzwischen kompostierbare Alternativen, etwa Unterlagen aus Recycling-Papier statt Styropor.
Blumentöpfe, Erdsäcke und Folien gehören nicht in den Bioabfall. Verpackungen dieser Art gehören zu den Leichtverpackungen, während Blumentöpfe je nach örtlicher Vorgabe entsorgt werden, so der VOEB. Grundsätzlich gelte: Entsorgungsregeln variieren je nach Gemeinde und Abfallverband. Daher immer auf die Beschilderung am Friedhof und die Informationen der Gemeinde achten.