Ruine Gösting: Neues Angebot an die Stadt Graz, Eigenjagd verkauft
Nach einem Vandalenakt wurde eine Belohnung für Hinweise auf die Täter ausgelobt. Indes werden hinter den historischen Kulissen die Weichen gestellt: Um so viel Geld wird die Burgruine nun der Stadt angeboten.
Ein Teil der Neuigkeiten rund um die Burgruine Gösting fand zuletzt (leider) in aller Öffentlichkeit statt und sorgte für Schlagzeilen – ein gewichtiger Teil indes ereignete sich hinter den historischen Kulissen: So wurde Neos-Gemeinderat Alexis Pascuttini von Anrainern über Vandalenakte am Areal der seit Jahren gesperrten Ruine informiert. „Es ist erschütternd, mitansehen zu müssen, wie eines der bedeutendsten historischen Wahrzeichen unseres Bezirks immer weiter verfällt und nun auch noch mutwillig beschädigt wird“, schüttelte Pascuttini den Kopf, zugleich lobte er eine Belohnung über 1000 Euro für Hinweise auf die Täter aus.
Die Sache mit dem weiteren Verfall indes, den der Neos-Mandatar ausmacht, könnte sich in naher Zukunft ändern – wenn es nach Klaus Bischof geht: Mit seinem Immobilienbüro wickelt Bischof im Namen des Eigentümers der Ruine, eines Erben von Hubert Auer, den Verkauf des Anwesens ab. Dabei war rasch klar, dass die dazugehörige Eigenjagd separat veräußert werden soll. „Das ist nun passiert, die Eigenjagd wurde verkauft“, bestätigt Bischof der Kleinen Zeitung.
Neues Angebot: 850.000 Euro
Damit nicht genug: Der Immobilienexperte erneuert auch das Ansinnen, die Burgruine selbst der Stadt Graz zum Kauf anzubieten. Zwar führe er weiterhin Gespräche mit Interessenten – potenzielle Käufer waren laut Bischof auch schon für Besichtigungen vor Ort, sogar aus Deutschland –, doch grundsätzlich sei man weiterhin der Ansicht, „dass so ein historisches Anwesen die Stadt Graz für Generationen erhalten soll“. Das Angebot: Die Stadt könnte die Burgruine inklusive 1,7 Hektar Grund um 850.000 Euro kaufen.
Heuer im Frühjahr hatte ja die Rathauskoalition ein erstes Angebot zum Erwerb des steinernen Ausflugsziels, das mittlerweile seit sechs Jahren gesperrt ist, noch abgelehnt – auch im Hinblick auf möglicherweise enorme Instandhaltungskosten. Damals wurde die Ruine um „1,2 Millionen bis 1,4 Millionen Euro“ dem Rathaus angeboten.