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Der beste Schmied-Lehrling Österreichs kommt aus dem Gurktal

Max Huber (19) arbeitet als Schmied-Lehrling bei der Kunstschmiede Fladnitzer in Weitensfeld. Kürzlich holte er beim Bundeslehrlingswettbewerb in der Berufsgruppe Schmiedetechnik Gold.

© KLZ / Dorian Wiedergut
Huber holte kürzlich Gold nach Kärnten
Dorian Wiedergut
Redakteur Regionalredaktion St. Veit/Feldkirchen

Aus Film und Fernsehen bekommt man einen klaren Eindruck vermittelt, wie ein Schmied aussieht: Er hat einen Hammer, einen Amboss und einen heißen Ofen. Und Max Huber arbeitet genau mit diesen Werkzeugen in Weitensfeld. Kürzlich holte der Lehrling der Kunstschmiede Fladnitzer beim Bundeslehrlingswettbewerb in der Berufsgruppe Schmiedetechnik Gold nach Kärnten.

Der 19-Jährige Glödnitzer befindet sich bei der Weitensfelder Kunstschmiede Fladnitzer im vierten Lehrjahr. Dabei wollte Huber ursprünglich einen anderen Weg einschlagen. „Vor sechs Jahren hat mich mein Onkel gefragt, ob ich nicht Schmied lernen möchte. Ich wollte aber lieber Mechaniker werden.“ Als er dann allerdings eine Woche bei Fladnitzer reinschnuppern durfte, änderte sich alles. Der dortige Schmied nahm Huber unter seine Fittiche und zeigte ihm sein Handwerk. „Und da merkte ich, dass Metallschmied eigentlich ein toller Beruf ist.“

Just meldete er sich für eine weitere Woche des Schnupperns an und anschließend reichte er die Bewerbung ein. „Ich gab sie am Freitag ab und die Chefin wollte sich am Montag melden. Ich war am Wochenende sehr nervös.“ Jedoch ging alles gut aus und Huber wurde aufgenommen. „Ich bereue im Nachhinein überhaupt nichts. Ich bin stolz und froh, dass meine Chefin, Petra Fladnitzer-Tatschl, mich aufgenommen hat“, sagt Huber.

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Schmieden ist, trotz Hammer und Amboss, Präzisionsarbeit

Auf alle Fälle hat sich die Entscheidung ausgezahlt, da Huber offensichtlich ein Händchen für das Schmieden hat. Er zeigte beim Bundeslehrlingswettbewerb der Metalltechnik in Vorarlberg, was er gelernt hat. Da es in Kärnten nur wenige Schmiedetechnik-Lehrlinge gibt, besuchen diese ab dem dritten Lehrjahr die Berufsschule im steirischen Mureck. Nach einem Lehrlingswettbewerb war es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Bundeswettbewerb an die Tür klopft. Zuerst wollte Huber nicht antreten, jedoch konnte er überzeugt werden. Beim Bundeslehrlingswettbewerb der Metalltechnik in Vorarlberg angekommen, ging Huber „nur“ seinem Handwerk nach. „Ich habe nichts anders gemacht als bei der Arbeit. Ich war auch der Einzige, der die Ruhe in sich hatte.“

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Max Huber mit seiner Chefin Petra Fladnitzer-Tatschl

Das Wichtigste war ihm, ruhig und sauber zu arbeiten – was er auch tat. Er holte den Sieg für Kärnten. „Ich konnte das nicht glauben und brauchte ein paar Tage, um zu realisieren, dass ich gewonnen habe“, sagt Huber und ergänzt: „Mein größter Vorteil ist die Firma, weil ich hier so viel gelernt habe.“ Zudem ist man bei ihm zu Hause sehr stolz, da er der erste Schmied in der Familie ist und – natürlich – der erste, der Gold von einem Bundeswettbewerb mit nach Hause gebracht hat.