Lukas Neumayer bei Wien-Premiere chancenlos: „großer Unterschied
Der 24-Jährige musste sich Jakub Mensik in seinem ersten Duell mit einem Top-20-Mann mit 2:6, 2:6 geschlagen geben.
Lukas Neumayer ist wie erwartet in der ersten Runde der Erste Bank Open ausgeschieden. Der 24-jährige Salzburger, der sich erstmals für Wien und überhaupt für ein ATP-500-Turnier qualifiziert hatte, war am Montag bei seiner Premiere gegen den als Nummer 16 gesetzten Jakub Mensik beim 2:6, 2:6 in nur 62 Minuten chancenlos. Damit ist Jurij Rodionov am Mittwoch gegen Almaty-Finalist Nikolos Basilaschwili die letzte rot-weiß-rote Hoffnung im Einzel des Tennis-Stadthallenturniers.
„Es war ein schwieriges Match von meiner Seite, er hat wirklich sehr stark gespielt. Vor allem vom Aufschlag weg, da habe ich die meisten Probleme gehabt, da ich wirklich nie in seinen Aufschlaggames in den Rallyes war“, bilanzierte Neumayer. Zudem sei es nicht gut gewesen, dass er gegen den starken Aufschläger in beiden Sätzen früh das Break kassiert habe.
Neumayer: „Vom Tempo her noch ein großer Unterschied“
Der ÖTV-Davis-Cup-Spieler bestritt sein erstes Match überhaupt gegen einen Top-20-Mann. „Das ist von den Top 20 sicher noch ein besserer Aufschläger. Ich finde, dass ich von den Grundlinienpunkten her dabei bin, aber sein Aufschlag war die größte Schwierigkeit heute“, sagte Neumayer, der schon im vierten Game erstmals seinen Aufschlag zum 1:3 und ein zweites Mal zum 2:6 abgeben musste. Den ersten Satzball wehrte Neumayer noch mit viel Glück mit einem Smash-Netzroller ab, aber in der Folge half dem Schützling von Günter Bresnik kein Glück der Welt gegen den übermächtigen Tschechen.
Im zweiten Durchgang geriet der Weltranglisten-168. rasch 0:3 in Rückstand. Mensik blieb wie schon zuvor bei seinem Aufschlag völlig ungefährdet, am Ende nutzte er den zweiten Break- und Matchball zum 6:2. Auch wenn es eine Lehrstunde war: Erfahrungen gegen solche Spieler sind wichtig auf dem weiteren Weg nach oben. „Man hat auch gesehen, dass vom Tempo her schon noch ein großer Unterschied ist.“
Selbstvertrauen auf Hartplatz getankt
Doch die erstmalige Qualifikation für ein ATP-500-Turnier mit zwei Siegen über Top-70-Spieler haben ihm Selbstvertrauen gegeben. „Es taugt mir, dass ich auf Hardcourt wirklich gutes Tennis spielen kann“, meinte der Salzburger. Vor dem Final 8 im Davis Cup in einem Monat spielt Neumayer noch zwei Hartplatz-Challenger in Orleans und Helsinki, ehe er seine Saison in Bologna beendet.
Vorerst einmal neu bei ihm im Team von Bresnik ist Joel Schwärzler, der eine Art „Probezeit“ beim Erfolgstrainer in der Südstadt absolviert. „Das ist sicher ein Vorteil. Es ist schon etwas anderes, wenn ich mit so einem Spieler täglich trainieren kann, ein Vorteil für uns beide. Ich kenne Joel schon länger, wir verstehen uns richtig gut“, meinte Neumayer, der im Doppel in Wien noch mit Rodionov eine Wildcard erhalten hat, zum Zugang im „Bresnik-Stall“.
Sein eigener Weg soll ihn in Zukunft in die Top 100 führen. „Meine Entwicklung war immer regelmäßig, nie wirklich ein Schritt zurück. Manche schaffen es schneller, manche brauchen länger. Wenn es nächstes oder erst übernächstes Jahr so weit ist, passt es auch.“