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Trigonale: So hat man Mozart noch nie gehört

Stimmungsvoll sanftes Konzert in St. Veit.

© trigonale
Sopran Helena Bregar in St. Veit
Helmut Christian

Für diese Instrumentenkonstellation und schon gar nicht für ein Kannel, ein seltenes Saiteninstrument aus Estland, ein Mittelding zwischen einem gezupften Cembalo, einer Harfe und einer Laute, hat Wolfgang Amadé Mozart sicher nie komponiert. Und so musste man, da man trotzdem eine seiner Violinsonate und ein Thema mit Variationen spielen wollte, für diese Besetzung ein Arrangement anfertigen: Kinga Ujszászi (Violine), André Lislevand (Viola da Gamba) und Anna-Liisa Eller (Kannel), die in der Mitte des Innenhofes des St. Veiter Rathauses bei einem Konzert der Trigonale kreisförmig stimmig im Halbdunkel saßen, haben damit neuartig klingende Klanglandschaften entstehen lassen, die bei allen Freiheiten Mozart immer noch eindeutig erkennen ließ.

Gleichfalls in eigenen Arrangements hörte man auch Stücke wie „Zefiro torna“ von Claudio Monteverdi oder das Goethe-Lied „Die Bekehrte“ von Hugo Wolf sowie Tarquinio Merulas „Folle é ben che si crede“, denen auch noch Helena Bregar ihren beweglichen, stilsicheren und vibratofreien sowie höhensicheren Sopran lieh. Dabei und bei weiteren Werken etwa von Carl Friedrich Abel oder Martin Marais wussten die Musiker mit sanften sowie stilvollen Klängen und musikalischer Meisterschaft zu faszinieren. Besonders bei einem geistlichen Volkslied aus Estland konnte die gebürtige Estin Anna-Liisa Eller die reichen Möglichkeiten des Kannel voll ausspielen.

Musik.Werkstatt.Portendorf: 12.12.; Rathaus St. Veit/Glan, 13.12., Weihnachtskonzert der Trigonale