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Derby-Niederlage sorgt beim GAK für noch mehr Feuer

Mit einem Sieg am Samstag (17 Uhr) auswärts gegen WSG Tirol möchten Christopher Cvetko und Co. Wiedergutmachung leisten.

© GEPA
Christopher Cvetko (rechts) liefert sich im Derby mit Jon Gorenc Stankovic viele Zweikämpfe

Sämtliche Protagonisten sprechen von der guten Entwicklung, die der GAK in den vergangenen Wochen genommen hat. „Man sieht genau, was wir spielen wollen. Es ist eine klare Handschrift zu erkennen“, sagt Sportdirektor Tino Wawra und meint damit die spielerische Ausrichtung, die die Rotjacken unter Trainer Gerald Scheiblehner praktizieren. Und mit Ausnahme des Grazer Derbys passen zu den Leistungen auch die Ergebnisse, wenngleich man gegen Salzburg auch als Sieger vom Platz hätte gehen können.

Der Blick auf das Salzburg-Spiel gibt Selbstvertrauen, bringt für die Zukunft aber nur bedingt etwas. Jetzt kommen jene Gegner, gegen die der GAK auch Punkte sammeln sollte. WSG Tirol, Hartberg und Austria Lustenau heißen die nächsten Liga-Gegner. Im Cup am Dienstag ist Altach zu Gast.

Einer, der zur Stabilität beiträgt, ist Christopher Cvetko. Der GAK konnte den Klagenfurter im letzten Abdruck verpflichten, wenngleich auch der heutige Gegner WSG Tirol am Mittelfeld Interesse bekundet hatte. „Wenn der Vertrag ausläuft, finden Gespräche statt, aber wirklich konkret war es nicht. Ich habe zwar das eine oder andere Angebot gehabt, aber es hat nicht gepasst. Ich bin wirklich froh, dass ich beim GAK gelandet bin, ich fühl mich sehr wohl“, sagte der 29-Jährige. Im Derby erzielte er seinen ersten Bundesliga-Treffer für die Roten. „Ich hätte lieber gewonnen und kein Tor geschossen“, sagte Cvetko und führte weiter aus: „Wenn wir dieses eine Spiel ausklammern, hat es bei uns mittlerweile Hand und Fuß. Als ich hergekommen bin, war schon eine Unsicherheit da. Aber jetzt weiß jeder, was er auf seiner Position zu tun hat. Und das gibt uns eine gewisse Sicherheit.“ Klar ist aber auch, sollte nicht jeder Spieler seine Aufgaben konsequent umsetzen, kann es wie gegen den SK Sturm bitter enden.

Cvetko hatte in England bei den Bolton Wanderers einen Vertrag. „Ich war drei Jahre dort. Ich wurde gescoutet und dann zu einem Probetraining eingeladen. In Klagenfurt gab es damals keinen Bundesliga-Verein. Es war die einzige Möglichkeit, im frühen Alter auf einem sehr guten Niveau trainieren und spielen zu können“, erzählte Cvetko. Die Zeit auf der Insel hat ihn zum einen fußballerisch weitergebracht, „aber auch menschlich. Das war eine coole Zeit“, wie er sagt.

Jetzt ist er in Graz und schwitzt unter jenem Trainer, den er bei Blau-Weiß Linz für einen Tag als Coach hatte. „Er ist dann in die Schweiz gewechselt“, sagte Cvetko, der genau weiß, wie Scheiblehner tickt: „Der Trainer braucht Spieler, die Sachen klar umsetzen. Und ich bin einer, der nicht extrem auffällig spielt, aber seine Aufgaben konsequent umsetzt. Ich denke, deshalb schätzt er mich und ich ihn.“

Warum soll es mit einem Sieg in Tirol funktionieren? Cvetko: „Weil wir aus den sechs Toren gelernt haben. Das haben wir sehr intensiv analysiert. Bei uns brennt das Feuer nach der Niederlage noch mehr. Jeder will das wieder gut machen, denn wir hätten das Derby sehr gerne gewonnen.“