Spektakulärer Heiratsantrag am höchsten Punkt Österreichs
Der Großglockner wurde zum Gipfel der Gefühle: Auf 3798 Metern Seehöhe hielt der Schweizer Pascal Schumacher in dieser Woche um die Hand der Steirerin Sandra Raith an.

Die Liebe kennt bekanntlich keine Grenzen – und offenbar auch keine Höhenmeter. Auf 3798 Metern Seehöhe, am höchsten Punkt Österreichs, ging es in dieser Woche nämlich ziemlich romantisch zu. Der Schweizer Pascal Schumacher (35) hatte den Gipfel des Großglockners auserkoren, um seiner Partnerin Sandra Raith (32) aus Graz die Frage aller Fragen zu stellen. Und sie hat „Ja“ gesagt, wie er kurz darauf überglücklich auf seinem Instagram-Account verkündete. Der Weg dorthin verlief zunächst allerdings nicht ganz nach Plan, wie er erzählt. Denn sein Vorhaben drohte zwischenzeitlich zu scheitern.
Zum Sonnenaufgang am Gipfel
„Für Sandra war es das erste Mal, dass sie auf dem höchsten Gipfel ihres Heimatlandes stand. Für mich war es die perfekte Gelegenheit, diesen Moment noch schöner zu machen“, erzählt Schumacher, der Inhaber eines Sportgeschäfts in Walenstadt im Kanton St. Gallen ist. Auch Raith lebt mittlerweile in Walenstadt, wo sie als Geschäftsführerin eines Cafés tätig ist. Die beiden sind seit Juni 2025 ein Paar.
Schumacher selbst stand bereits im Frühjahr 2023 zum ersten Mal auf dem Großglockner. Am 19. Oktober wurde das Paar bei seiner Gipfeltour vom Schweizer Damian Göldi (31), Fotograf und langjähriger Bergkamerad von Schumacher, begleitet. Doch auch er wusste zunächst nichts vom geplanten Heiratsantrag. „Die Wetterprognose war für diesen Tag top. Mein Plan war klar: Zum Sonnenaufgang am Gipfel halte ich um Sandras Hand an.“
„Kein gutes Bauchgefühl“
Doch Sandra und Damian hatten plötzlich andere Pläne: Bei der Tourenbesprechung entdeckten die beiden eine Alternativroute, nämlich die Überschreitung der Glocknerwand. Schumacher: „Bergsteigerisch natürlich die viel interessantere Route für uns als der Normalweg. Doch aufgrund ihrer Länge wären wir zum Sonnenaufgang mitten am Grat und nicht am Gipfel gewesen.“ Es sei schwierig gewesen, die beiden von ihrem neuen Plan abzubringen. Der 35-Jährige musste sich deshalb etwas einfallen lassen: „Ich habe gesagt, dass ich kein gutes Bauchgefühl hätte. Wir sind oft zu dritt in den Bergen unterwegs, und die Devise ist klar: Hat einer von uns ein schlechtes Bauchgefühl, hören wir darauf.“

Start in Kals
Und so blieb es schließlich beim Normalweg. Um 3 Uhr früh startete das Trio am Montag von Kals aus zur Tour auf den Glockner. Gegen 6 Uhr erreichten die Bergsteiger die Erzherzog-Johann-Hütte. „Mit jedem Höhenmeter stieg meine Nervosität. Damian wurde mittlerweile eingeweiht und kümmerte sich darum, dass dieser Morgen auf zahlreichen Fotos und Videos festgehalten wird.“
Um 7.30 Uhr war es schließlich so weit: Direkt am Gipfelkreuz ging Schumacher vor seiner Sandra auf die Knie – und der Großglockner wurde an diesem Morgen zum Gipfel der großen Gefühle.