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Maximilian Kolouch: Der nächste Stern im Tor der HSG Graz

Maximilian Kolouch (19) wusste im Tor der verletzungsgeplagten HSG Graz zu überzeugen. Heute kommt Schwaz (19.30 Uhr).

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Maximilian Kolouch nützte seine Chance im Tor der HSG Graz

Angefühlt hat es sich, sagt er, wie ein Fiebertraum, als er das erste Mal im Tor der HSG Graz gestanden ist. „Man träumt immer davon“, sagt Maximilian Kolouch, „und dann ist der Moment wirklich gekommen“. Gegen die Fivers, dem aktuellen Spitzenreiter der Handball-Liga Austria, startete er direkt mit zwei Paraden. Paraden, die den 19-Jährigen beflügelt haben. Auch in seinem zweiten Spiel im Tor der Grazer Handball-Spielgemeinschaft gegen Atzgersdorf wuchs er über sich hinaus: 40 Prozent gehaltene Bälle, ein beachtlicher Wert. „Man denkt dann einfach nicht mehr nach, man tut einfach“, sagt der Tormann, der auch im heutigen Spiel gegen Schwaz (19.30 Uhr) wieder das Tor der Grazer hüten wird.

Dass er zu diesem Glück kommt, ist einem Unglück geschuldet: Mit Thomas Eichberger fehlt der Stammtorhüter, auch Felix Buchgraber ist verletzt. Selbst Kolouch hatte den Saisonstart aufgrund einer gebrochenen Zehe verpasst, konnte Anfang Oktober aber erstmals das Tor der Grazer hüten. In der letzten Saison sammelte er erstmals vereinzelt Spielminuten, nun aber ist er verletzungsbedingt gefragt – und zeigt, was er kann: Gegen Atzgersdorf hütete er 34 Minuten lang das Tor. „Die sind wie im Flug vergangen. Gefühlt habe ich einmal geblinzelt und schon war die erste Hälfte vorbei. In der zweiten konnte ich das dann mit unserem Vorsprung auch genießen.“ Nach dem 34:29 wurde er zum Spieler des Spiels ausgezeichnet. Und sein Beispiel zeigt auch, wie schnell es im Sport gehen kann: Zwei gute Spiele und schon „erwarten Mannschaft und Trainer von dir, dass es wieder gut läuft“. Mit Schwaz kommt heute der Tabellenzweite nach Graz – Kolouch weiß, damit umzugehen. „Es ist für mich wichtig, dass ich mir nicht zu viel Druck mache. Ich muss mit Vorfreude in das Spiel gehen.“

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Thomas Eichberger (Mitte), unterstützt Maximilian Kolouch und Felix Gabriel Buchgraber im Training

Dem etatmäßigen Einsertormann Thomas Eichberger streut Kolouch Rosen. Dass er 33-Jährige für den Handball lebt, spürt man beim Training, dem er trotz seiner Krücken beiwohnt und hilft, wo er helfen kann. Und das kann er: „Er macht das Tormanntraining mit uns. Und wir gehen vor dem Spiel die Wurfbilder der Gegner durch. Ich merke, dass das wahnsinnig viel bringt – die Erfahrung, die er hat, ist viel wert.“

Diese Art von Hilfe von Eichberger wird noch länger gefragt sein. Nicht nur, weil er nach einer Operation aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel noch mehrere Monate fehlen wird, sondern auch, weil nun eine intensive Zeit auf Graz zukommt. Schon am Dienstag (19 Uhr) kommen die noch ungeschlagenen Ferlacher nach Graz. Für die heutige Aufgabe ist Kolouch optimistisch: „Ich bin sehr motiviert. Wenn wir wieder eine gute Abwehr spielen und vorne unsere Tore machen, sehe ich gute Chancen.“