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Mittelschule St. Michael: Bürgermeisterin weist Vorwürfe zurück

Zuletzt warfen ÖVP und SPÖ der Bürgermeisterin von St. Michael mangelnde Kommunikation in Bezug auf die Reparatur der Mittelschule vor. Sie reagiert nun auf die Vorwürfe.

© KLZ / Johanna Birnbaum
FPÖ-Bürgermeisterin Nicole Sunitsch und ÖVP-Vizebürgermeister Stefan Kreisl haben ihre Differenzen noch nicht beilegen können
Fabian Rostek
Redakteur Regionalredaktion Leoben

Anfang dieser Woche beschwerten sich Manuel Gößler und Stefan Kreisl, die Vizebürgermeister der SPÖ und ÖVP öffentlich über die, aus ihrer Sicht, mangelnde Kommunikation der Bürgermeisterin von St. Michael Nicole Sunitsch (FPÖ). Konkret warfen sie ihr vor, dass die Reparaturen an der Mittelschule St. Michael nach einem Wasserrohrbruch im Mai nicht bis zum Schulbeginn fertiggestellt waren, dies jedoch anders kommuniziert worden sei. Diese Behauptung ist laut der Bürgermeisterin „falsch“.

„Die erhobenen Vorwürfe rund um die Mittelschule halten einer sachlichen Prüfung nicht stand“, heißt es in einer Aussendung des FPÖ-Pressedienstes. Am 19. Oktober sei die Freigabe der Versicherung eingelangt. „Der vorliegende Kostenvoranschlag umfasst sämtliche Schäden in der Küche und im Lehrerzimmer ebenso wie die erforderlichen Maßnahmen zur Feuchtigkeitsbekämpfung. Auch die vollständige Kostenübernahme für die Reparatur der Möbel ist bestätigt“, gibt die Bürgermeisterin an.

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In der Mittelschule waren einige Möbel durch den Wasserschaden aufgequollen
In der Mittelschule waren einige Möbel durch den Wasserschaden aufgequollen © KK

Bereits am Donnerstag werde mit den Arbeiten begonnen und noch in den Herbstferien sollen diese abgeschlossen sein. „Mir ist bewusst, dass die noch ausstehenden Reparaturen den Schulalltag erschweren. Die Verantwortung für die vollständige Wiederherstellung liegt bei der Gemeinde und wir arbeiten mit Nachdruck daran“, sagt Sunitsch.

Zu wenig und zu kurzfristig

„Das sehe ich als positiv an“, sagt dazu auch Vizebürgermeister und Koalitionspartner Stefan Kreisl (ÖVP). „Das zeigt jedoch die Kommunikation. Sie redet nicht mit uns.“ Er bemängelt, dass er von den geplanten Arbeiten erst durch die Aussendung der FPÖ erfahren habe.

„Es wurden sämtliche Sitzungen unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen einberufen“, sagt Sunitsch auf die Kritik, sie habe Gemeindevorstandssitzungen zu spät kommuniziert. Dass die anderen Vorstandsmitglieder aufgrund ihrer Berufe nicht innerhalb von 24 Stunden oder wenigen Tagen reagieren können, kommentiert sie nicht.

Gelegenheit zur gemeinsamen Arbeit

Bereits am 30. Oktober wird es die nächste Gemeinderatssitzung geben. „Ich lade ÖVP und SPÖ ein, am 30. Oktober gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, erklärt die Bürgermeisterin. Speziell die SPÖ solle sich jedoch mit Kritik zurückhalten, denn: „Was über Jahre liegen gelassen wurde, müssen wir jetzt auf einmal aufarbeiten. Wer diesen Rückstau zu verantworten hat, sollte heute nicht mit dem Finger auf andere zeigen.“

© KLZ / Verena Strobl
Die nächste Gelegenheit für Zusammenarbeit im Gemeinderat bietet sich am 30. Oktober

Für Kreisl hat sich an dem eigentlichen Problem, das seit Jahresanfang bestehe, nichts geändert: „Ich bin seit Monaten von der Bürgermeisterin, was Gemeindethemen betrifft, nicht kontaktiert worden.“ Auch in Bezug auf die kommende Sitzung würden ihm nach wie vor Unterlagen fehlen, die er bereits vor Wochen angesucht habe.

Außerdem seien auf der Tagesordnung einige Punkte erschienen, die zuvor nicht besprochen worden seien. „Ich soll einfach hingehen und dafür stimmen, das ist aber nicht mein Naturell. Es wäre schon gut, wenn man darüber spricht. Deswegen hat man ja eine Koalition“, beklagt er.