Nächster Treffer: FPÖ sagte Besetzung im Kärntner Gesundheitsfonds voraus
33 Bewerbungen sind für den Geschäftsführerposten des Kärntner Gesundheitsfonds eingegangen. Am Ende bestätigte Gesundheitsreferentin Beate Pretter ihren Vize-Büroleiter.

Viele würden sich von der FPÖ wohl gerne die Lotto-Zahlen voraussagen lassen. Die jüngste Trefferquote der Freiheitlichen ist zumindest was Postenbesetzungen im Landes- und landesnahen Dienst betrifft, eine beeindruckende. Nach Karl Cernic als Kabeg-Chef und Tanja Leitner als Bildungsdirektorin hat die FPÖ nun auch den Namen für die Geschäftsführung des Gesundheitsfonds richtig „erraten“. Die Namen wurden allesamt noch vor oder während des Bewerbungsverfahrens bei einem Notar hinterlegt.
Eine Ausschreibung für diesen Job wäre gesetzlich gar nicht erst vorgeschrieben. Im Sinne der Transparenz hat man sich dennoch für eine entschieden. 33 Bewerbungen sind eingegangen, das Rennen machte mit Daniel Pertl der bisherige Büroleiterstellvertreter von Gesundheitsreferentin Beate Pretter (SPÖ). Letztendlich zuständig für die Bestellung war Pretter in ihrer Funktion als Vorsitzende der Gesundheitsplattform gleich selbst. Pertl wird damit auch Nachfolger von Cernic.
„Ausschreibung war zugeschnitten“
Dass die FPÖ nun einen weiteren Beweis für Postenschacher im Land Kärnten sieht, muss nicht eigens erwähnt werden. Man sieht in der freiwilligen Ausschreibung und der Besetzung aus dem engsten Umfeld Prettners ein neues Level erreicht. „Die Ausschreibung war auf Pertl zugeschnitten und für seine Bestellung offensichtlich ausschlaggebend: Er kommt aus dem Regierungsbüro von SPÖ-Landesrätin Prettner. Diese vorhersehbaren SPÖ-Postenschacher zerstören die Perspektiven für junge und qualifizierte Menschen, die eine Karriere im öffentlichen Dienst anstreben und nicht einmal eine Chance bekommen“, sagt FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer.

Den Vorwurf aus den Reihen der SPÖ, dass man regelmäßig mehrere Kuverts beim Notar hinterlege und bei Bedarf den passenden heraushole, weist man zurück. „Ein reines Ablenkungsmanöver“, sagt Angerer. Die Freiheitlichen haben auch für die Besetzung der Abteilung 8 (Umwelt und Naturschutz) ihren „Tipp“ deponiert. Der Kleinen Zeitung ist der Name bekannt. Gleiches galt für Leitner und Pertl.