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US-Präsident Trump will Pressesaal des Weißen Hauses zu Pool umbauen

Ende September postete Trump auf seiner Plattform Truth Social eine Fotomontage des derzeitigen Presseraums und eines pompösen Schwimmbads. Ob es bereits konkrete Pläne für einen Umbau gibt, war zunächst nicht bekannt.

© APA/AFP/Oliver Contreras
Der Pressesaal des Weißen Hauses

US-Präsident Donald Trump erwägt Medienberichten zufolge den Ausschluss aller Journalisten aus dem Weißen Haus. Stattdessen habe er vorgeschlagen, den Pressesaal des Gebäudes zu einem Schwimmbad umzubauen, berichtete die "New York Times" am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf Mitarbeiter des Weißen Hauses.

Seit seiner ersten Amtszeit (2017-2021) spiele Trump immer wieder mit dem Gedanken, Journalisten vollständig aus dem Weißen Haus auszuschließen, berichtete auch das "Wall Street Journal" vor einigen Wochen unter Berufung auf mehrere Regierungsvertreter. Ende September postete Trump auf seiner Plattform Truth Social eine Fotomontage des derzeitigen Presseraums und eines pompösen Schwimmbads. Ob es bereits konkrete Pläne für einen Umbau gibt, war zunächst nicht bekannt.

Der "James S. Brady Press Briefing Room" wurde den Berichten zufolge 1970 über einem von dem früheren Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1882-1945, Amtszeit 1933-1945) aus Gesundheitsgründen genutzten Pool errichtet. Er dient als Ort für regelmäßige Pressekonferenzen. In einem an den Saal angeschlossenen Büroraum arbeiten Journalisten, die über eine Akkreditierung für die Berichterstattung im Weißen Haus verfügen.

Verbannung der Medien hätte „hohe symbolische Bedeutung“

Die Verbannung der Medien aus dem Presseraum und dessen Umbau hätten eine "hohe symbolische Bedeutung", hieß es in der "New York Times", da die räumliche Nähe der Presse zum Sitz der Exekutive in den USA traditionell als Anerkennung der Bedeutung einer freien Presse in einer Demokratie gelte.

Trump hatte im September die Sender CNN, MS NOW und das Medienhaus "Politico" aus dem Weißen Haus verbannt. Die Medien klagten daraufhin und werfen der Regierung unter anderem vor, sie wegen ihrer Berichterstattung zu bestrafen und damit gegen die Pressefreiheit zu verstoßen. Ein Bundesrichter ordnete vorübergehend die Wiederherstellung ihrer Presseausweise an, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.

In seiner zweiten Amtszeit geht Trump mit zunehmender Härte gegen missliebige Medien vor und versucht, den Zugang unabhängiger Medien mit verschiedenen Maßnahmen zu beschränken. So wurde die Zusammensetzung des sogenannten Presse-Pools des Weißen Hauses geändert, wodurch Agenturen wie Associated Press (AP), Reuters und Bloomberg ihre festen Plätze verloren. Außerdem verklagte Trump verschiedene Medien wegen deren Berichterstattung auf hohe Strafzahlungen. Journalisten beleidigt er häufig, wenn ihm die von ihnen gestellten Fragen nicht gefallen. Kritiker sehen die Pressefreiheit in den USA bedroht.