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Der Weg in die Freiberuflichkeit für Pflegekräfte mit „Herz und Verstand“

Pflegebedürftige und Angehörige begleitet seit einigen Monaten das Team von „Herznah-Versorgt“. Dahinter stehen Kerstin Hammerlindl und Melissa Fellner aus dem Bezirk Murau.

© KLZ / Michaela Egger
Pflegekräfte aus Leidenschaft: Kerstin Hammerlindl aus Perchau (Gemeinde Neumarkt) und Melissa Fellner aus Niederwölz (rechts)
Michaela Egger
Redakteurin Regionalredaktion Murtal & Murau

Vor rund einem Jahr saßen sie im Kreis der Familie zusammen. Kerstin Hammerlindl äußerte plötzlich den Gedanken, freiberuflich tätig sein zu wollen. Sie ist wie ihre Schwester Melissa Fellner eine ausgebildete DGKP, also Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson. Die beiden fassen den Entschluss, diverse Leistungen rund um die Betreuung zu Hause anbieten zu wollen.

Der Weg in die Freiberuflichkeit ist komplex, wie sie erzählen. Doch seit Februar sind sie in den Bezirken Murau und Murtal unter dem Namen „Herznah-Versorgt“ aktiv. Ihren bisherigen Berufen gehen sie nach wie vor in Teilzeit nach. Fellner arbeitet in einem Krankenhaus auf einer anästhesiologischen Intensivstation, ihre ältere Schwester in einem Pflegeheim. Die beiden bringen also Erfahrung mit: „Wir bilden uns aber auch ständig weiter.“

Faktor Zeit

Der Bedarf für diese Art der Betreuung von Menschen sei da. „Für mich entscheidend ist der Faktor Zeit. Wir können uns auf diesem Weg mehr Zeit für die Menschen nehmen“, sagt Kerstin, die „mit Herz, Empathie und Verstand“ als Pflegeperson tätig sein möchte. Man will laut Fellner die Betroffenen und ihre Angehörigen auch gut informieren – aufzeigen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Mit Kolleginnen und Kollegen in der Branche seien sie gut vernetzt.

Angeboten werden unter anderem Unterstützung bei Pflegegeldanträgen, Diabetesberatung, Übergangsversorgung oder Wundmanagement. Letzteres ist für die 23-jährige Melissa ein besonders spannendes Thema: „Das hat mich schon immer interessiert. Es ist fordernd und bei jedem Patienten anders.“

Licht und Schatten

Kerstin Hammerlindl (34) erzählt, dass sie schon als kleines Kind diesen Beruf ausüben, anderen Menschen helfen wollte. „Mit all seinen Schattenseiten, aber das gehört zum Leben dazu“, sagt die Mutter von zwei Kindern (2 und 6).

Details: www.herznah-versorgt.at.

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