35 neue Lesepaten für Schulen im Bezirk Leibnitz
Das Interesse ist groß: 35 Freiwillige wollen Kinder im Bezirk Leibnitz beim Lesenlernen unterstützen. Davon profitieren künftig 17 Schulen.

Das Interesse, Kindern beim Lesenlernen unter die Arme zu greifen, ist im Bezirk Leibnitz erfreulich groß. Bei zwei Informationsveranstaltungen des Roten Kreuzes meldeten sich gleich 35 Frauen und Männer, die sich künftig ehrenamtlich als Lesepaten engagieren wollen. Derzeit absolvieren sie ihre Ausbildung, noch im laufenden Schuljahr sollen sie ihre Tätigkeit aufnehmen.
Damit bekommt ein bewährtes Projekt neuen Schwung. Schon vor der Corona-Pandemie waren Lesepatinnen und -paten an mehreren Schulen im Bezirk im Einsatz. Nun wird das Angebot deutlich ausgeweitet: Künftig sollen Kinder an insgesamt 17 Schulen von der zusätzlichen Leseförderung profitieren. Die Freiwilligen nehmen sich regelmäßig Zeit, um mit ihnen zu lesen, das Textverständnis zu verbessern und mögliche Unsicherheiten abzubauen. Gleichzeitig werden damit die Lehrkräfte im Schulalltag unterstützt.

„Die Lesepatenschaften sind für mich ein echtes Herzensprojekt“, sagt Sabine Sammer, die das Programm gemeinsam mit Herfried Schober im Bezirk koordiniert. Lesen sei eine grundlegende Fähigkeit, die Kindern viele Türen öffne – von der Schulbildung bis zum späteren Berufsleben.
Das Rote Kreuz setzt das Programm steiermarkweit in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion um. Yvonne Loderer, Fachabteilungsleiterin für Lernhilfe beim Roten Kreuz Steiermark, sieht darin auch einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit. Dass sich allein im Bezirk Leibnitz 35 Menschen freiwillig engagieren wollen, sei ein besonders erfreuliches Signal.