Klimaticket - Haushalte mit Jahreskarte stark gestiegen

Anlässlich der Einführung des Klimatickets am 26. Oktober vor fünf Jahren hat der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) den Anteil an Haushalten mit Öffi-Jahreskarte erhoben. Ganz vorne ist dabei Wien mit 75 Prozent vor Salzburg und Tirol mit jeweils 36 Prozent. Zuletzt hatten laut Statistik Austria bereits 1,67 Millionen Haushalte in Österreich mindestens eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr, um rund 320.000 mehr als im Zeitraum 2019/20, berichtete der VCÖ am Mittwoch.
Am günstigsten ist das Bundesland-Klimaticket dabei in Vorarlberg und Salzburg, den höchsten Preis weist das Klimaticket Oberösterreich auf. Ebenso hat der VCÖ für einige Pendelstrecken die Kosten des jeweiligen Bundesland-Klimatickets mit den Spritkosten verglichen. So sind die Spritkosten auf der Strecke Attnang-Puchheim - Linz bei 220 Arbeitstagen mit durchschnittlich 3.970 Euro mehr als fünfmal so hoch wie die Kosten des Klimatickets Oberösterreich. "Die Ersparnis von rund 3.270 Euro entspricht de facto einem zusätzlichen Monatsgehalt", wurde VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk zitiert.
Auf der Strecke Amstetten - St. Pölten können sich Pendlerinnen und Pendler mit dem regionalen Klimaticket fast 3.800 Euro pro Jahr ersparen, auf der Strecke Wolfsberg - Klagenfurt mehr als 3.100 Euro, auf der Strecke Bludenz - Bregenz mehr als 2.800 Euro und auf der Strecke Leibnitz - Graz fast 1.800 Euro.
Der VCÖ appelliert an die Betriebe und Unternehmen, ihre Beschäftigten mit einem steuerbegünstigten Öffi-Jobticket zu unterstützen. Mit dem Öffi-Jobticket werde das Pendeln mit dem Öffentlichen Verkehr, sei es die gesamte Strecke oder mit Park & Ride, finanziell noch attraktiver.
Neben dem Preis seien auch die Reisezeit und die Häufigkeit der Verbindungen zentrale Kriterien für die Entscheidung, ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto gefahren wird. "Deshalb ist es wichtig, das öffentliche Verkehrsangebot weiter zu verbessern. Wo das Angebot verbessert wird, steigen mehr Menschen auf den Öffentlichen Verkehr um. Und damit kommt Österreich nicht nur seinem Klimaziel näher, sondern es werden auch Staus und Verkehrsunfälle reduziert", stellte Schenk fest.