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„Im Extremfall brennt es“: VW ruft mehr als 70.000 E-Autos zurück

Neuerlicher Rückruf bei VW. Diesmal geht es um Batteriezellen, die in Brand geraten könnten. In Österreich sind 650 ID.-Modelle und 200 Cupra Born betroffen.

© Cupra
Armaturenbrett eines Cupra Born

Der Rückruf war geplant. Jetzt ist es so weit: Wegen fehlerhafter Batterien ruft der Autobauer VW weltweit fast 72.700 E-Autos in die Werkstätten. In Österreich sind laut VW 650 ID.-Modelle und 200 Cupra Born betroffen. In Deutschland geht es um 10.000 Fahrzeuge. Betroffen sind dort großteils die VW-Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie der Cupra Born. Interne Qualitätsprüfungen haben ergeben, dass einzelne Hochvolt-Batteriezellen bei bestimmten Fahrzeugen nicht den Qualitätsanforderungen entsprechen. „Im Extremfall könnte ein Brand entstehen“, heißt es.

Bisher keine Sach- und Personenschäden

Betroffen ist ein begrenzter Produktionszeitraum. Bei den Modellen ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz umfassen zwei Rückrufe Fahrzeuge, die zwischen 2022 und 2025 gebaut wurden. Beim Modell Born der spanischen VW-Tochter Cupra geht es um Fahrzeuge aus den Jahren 2022 bis 2024. Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden sind bisher nicht bekannt.

Die Batterien müssen in den Werkstätten überprüft werden. Bis dahin sollen Halter ihre Fahrzeuge nur bis höchstens 80 Prozent aufladen und Warnhinweisaufkleber anbringen. Wo es technisch möglich ist, begrenzt das System die verfügbare Ladekapazität selbst. Informiert werden die Halterinnen und Halter betroffener Autos per Brief. Darin stehen alle wichtigen Informationen - unter anderem zum Ablauf und zu den Ansprechpartnern. Auch weitere Abhilfemaßnahmen sollen schriftlich mitgeteilt werden. Von dem Fehler betroffene Batteriemodule müssen nach früheren Angaben eines VW-Sprechers nicht zwangsläufig getauscht werden - möglicherweise genügt ein Softwareupdate.

Da war gerade erst das Schraubenproblem

Erst Ende September hatte VW wegen einer korrosionsanfälligen Schraube an der Lenkung weltweit fünf Millionen Autos in die Werkstätten gerufen. Der Fehler kann in Einzelfällen die Befestigung der Lenkung und damit ihre Funktion beeinträchtigen. Es ist auch nicht der erste Rückruf wegen Batterieproblemen im laufenden Jahr: Bereits im März hatten VW und Cupra deshalb weltweit mehr als 90.000 Autos in die Werkstätten beordert.