Jagdzentrum mit riesigem Schießtunnel entsteht in Kärnten
70 Bauarbeiter arbeiten täglich an der riesigen Baustelle entlang der B95 vor Feldkirchen. Etwa 4000 Kubikmeter Beton wurden alleine in der unterirdischen Schießanlage verarbeitet. Die Gastronomie und das interaktive Schießkino eröffnen im Dezember.

Um 8 Uhr morgens herrscht bereits Hochbetrieb auf der Großbaustelle vor der Stadt Feldkirchen. 70 Bauarbeiter von 15 verschiedenen Unternehmen arbeiten gleichzeitig. Mehrere Bagger schaufeln Platz für einen Parkplatz, eine Walze lässt den Boden vibrieren, ein riesiger gelber Kran hebt Material über die Baustelle hinweg zur benötigten Stelle, Lastwägen kommen an, Arbeiter mit gelben Helmen eilen umher. Wir befinden uns auf einem fünf Hektar großen Areal entlang der B95, hier entsteht durch den Bauherren „DPB Immo Invest und Service GmbH“ aus Kärnten ein beeindruckendes Freizeitareal rund zum Thema „Jagd“.
In der „Jagdwelt“ werden unterirdische Schießtunnel, einer davon 200 Meter lang, ein interaktives Schießkino mit bewegten Zielen, eine Gastronomie, die bei Bedarf 450 Gäste aufnehmen kann, eine eigene Privatbrauerei, ein Kinderspielplatz, ein Wildgatter und vieles mehr errichtet. Die Jagdwelt entsteht unter der leitenden Geschäftsführung von Sonja und Wilhelm Moser, mit Assistenz von Katharina Moser. Mitte April fiel der Spatenstich. Wilhelm Moser zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf: „Der Wettergott hat uns bei den Erdarbeiten sehr geholfen. Für die Landwirtschaft wäre mehr Regen natürlich wichtig gewesen, aber für uns war es hilfreich. Wir hoffen weiterhin auf einen trockenen Herbst.“

Schießanlage ab Frühjahr 2027 geöffnet
Die geplante Eröffnung der unterirdischen Schießanlage im Frühjahr 2027 sei nach wie vor ein realistisches Ziel. Das hänge aber auch von der zeitgerechten Installation der Schießtechnik ab. In gut drei Wochen soll der letzte Aushub der 200 Meter langen Schießtunnel beendet sein. In die unterirdische Schießanlage wurden bisher rund 4000 Kubikmeter Beton verarbeitet, weiß Polier Manuel Winkler zu berichten. Allein die Pistolenschießanlage für statisches und dynamisches Schießen umfasst 600 Quadratmeter, acht Stände wird es geben. Die Schießanlage soll einerseits für den Jäger-, Sport- und Hobbyschützen, aber auch als Trainingsort für das Bundesheer oder die Polizei geeignet sein. Mitglieder werden nach der Eröffnung durch eine Chip-Karte rund um die Uhr Zutritt für Übungszwecke haben.

„Antonius“-Bräu wird wiederbelebt
Auch Indoor tut sich derzeit einiges. Blickfänge in der Gastronomie sind der raumhohe Kamin sowie die großen Fenster, die den Besuchern der Gastronomie einen Blick auf die Brauerei erlauben. 15.000 Liter Bier werden von Braumeister Manuel Düregger betreut. „Wir beginnen mit drei klassischen Sorten, Zwickl, Bernstein und dem Antoniuslager, die wunderbar mit den Wildgerichten in der Gastronomie harmonieren“, verrät Düregger. Das Bier erhält den Namen „Antonius“ und ist eine Hommage an das früher in einem Feldkirchner Kloster gebraute Bier. „Es gibt auch einen Verkaufsraum, wo man das Bier in Flaschen kaufen kann. Auch Geschenkskörbe werden angeboten“, sagt Sonja Moser. Das „Gasthaus zur Jagdwelt“ wird am 6. Dezember öffnen. Die offizielle Eröffnung findet am 12. Dezember mit einem feierlichen Programm und Livemusik statt.

Gleichzeitig mit der Gastronomie werden das interaktive Schießkino sowie der Luftdruckschießstand im Hauptgebäude am 12. Dezember in Betrieb genommen. Im interaktiven Schießkino finden die Schützen naturgetreue Szenen aus dem Wald wieder. Neben klassischen Jagdsituationen bietet das Schießkino auch die Möglichkeit für taktisches Training.