Österreichs Jazzpreis 2026: Auszeichnungen für Legenden und Newcomer
Am 28. November wird der Österreichische Jazzpreis vergeben, erstmals in der Steiermark. Geehrt wird dabei unter anderem auch die rot-weiß-rote Legende Michael Mantler.

2024 wurde der Österreichische Jazzpreis komplett neu aufgestellt, die dritte Preisgala findet (nach Wien und Kärnten) nun in der Steiermark statt. Am 28. November dürfen sich die Ausgezeichneten im Dom im Berg über vier große Preise freuen.
Der „High Impact Award“ für besondere Verdienste im In- und Ausland geht an niemand anderen als die Jazz-Legende Michael Mantler. Der 1943 in Wien geborene Musiker ging Anfang der Sechziger in die USA und wurde dort zu einer der führenden Figuren in der Avantgarde-Szene. In Österreich war vielen lange nicht klar, dass jener „Meikel Mäntler“ von über dem See ein waschechter Österreicher war. Gemeinsam mit Carla Bley organisierte er das „Jazz Composers Orchestra“, arbeitete mit Don Cherry, Gato Barbieri, Cecil Taylor und anderen Musikintellektuellen. Später ging er nach England und knüpfte intensive Kontakte zur dortigen Prog- und Artrock-Szene.
Zum Newcomer des Jahres wird Lorenz Widauer erklärt, der Salzburger (wie Mantler ein Trompeter) wird für ein enorm vielfältiges Werk ausgezeichnet, das sich in diversen Formationen manifestiert. Auf die Plätze wählte die fünfköpfige Fachjury die Wiener Sängerin Elena Schäfer und die Oud-Spielerin Avin Ahmadi.
Als Album des Jahres wird „Wanting Machine II“ von Gitarrist Peter Rom ausgezeichnet für seine Vermischung von „Klangfarbenmelodie und afroamerikanischer Jazz-Tradition“, wie die Jury schreibt. Der Live Act des Jahres ist die Gruppe Mel*E: Die drei Musikerinnen Judith Schwarz, Judith Ferstl und Viola Hammer werden für ein „Feuerwerk energetischer Musik“ gewürdigt.
Die Gala am 28. November wird übrigens live von Ö 1 und ORF on übertragen.