Die Bäuerinnen übernahmen den Unterricht in Osttirol
Rund um den Weltlandfrauentag und den Welternährungstag waren die Tiroler Bäuerinnen zu Gast in Schulen und gaben Kindern einen Einblick in die Landwirtschaft.

Über 300 Tiroler Bäuerinnen beteiligten sich heuer an den Aktionstagen rund um den Weltlandfrauentag und den Welternährungstag und besuchten insgesamt 6500 Kinder in 359 Klassen in 244 Schulen des Landes. Allein im Bezirk Lienz brachten 33 Bäuerinnen 641 Schülerinnen und Schülern in 29 Schulen die Landwirtschaft ins Klassenzimmer, erzählten aus ihrem Alltag am Hof, auf der Alm und im Wald und gewährten so auch einen praxisnahen Einblick in die heimische Lebensmittelproduktion. Ziel der Aktion ist es, Verständnis für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern zu schaffen, Wissen über Ernährung, nachhaltigen Konsum und regionale Lebensmittel zu vermitteln und Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt und Konsum verständlich zu machen.
Heuer stand die Vielfalt am Bauernhof im Mittelpunkt. Es ging um die unterschiedlichen Betriebsformen von der Tierhaltung über Acker-, Obst- und Gemüsebau bis hin zu Forstwirtschaft, Urlaub am Bauernhof oder Green-Care-Angeboten. Daran zeigt sich, wie vielfältig Tirols Bauernhöfe heute aufgestellt sind und wie die verschiedenen Betriebszweige dazu beitragen, Familienbetriebe abzusichern. Gleichzeitig erfuhren die Kinder, welche Bedeutung die Landwirtschaft für die Pflege der Kulturlandschaft und den ländlichen Raum hat.
„Die Landwirtschaft ist zwar ein Thema, das einen Großteil der Bevölkerung interessiert, der direkte persönliche Bezug dazu geht aber leider immer mehr verloren und damit auch Wissen und Verständnis. Über die Aktionstage können wir hier gegensteuern. Durch den persönlichen Kontakt zu aktiven Bäuerinnen aus der Umgebung wird Nähe zur Tiroler Landwirtschaft geschaffen“, erklärt Landesbäuerin Helga Brunschmid.
