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Vita Pflegeaward: „Das war wie ein Mini-Oscar für mich“

Landesrat Karlheinz Kornhäusl lud die Nominierten und Sieger des Vita Awards 2025 auch heuer zur gemeinsamen Jause. Am Tisch ging es vor allem um die schönen Seiten des Berufs.

© Alexander Danner
Bei Mausser Most in Hitzendorf traf man sich zum Austausch
Marie Miedl-Rissner
Redakteurin Bundesland Steiermark

Wenn man den Pflegekräften am Tisch zuhört, sind es vor allem positive Geschichten, die sie zu erzählen haben. Mit jedem Wort merkt man ihnen an, dass ihr Beruf für sie ihre Berufung ist. Ihre Augen glänzen, wenn sie von gemeinsamen Ausflügen mit Seniorinnen und Senioren erzählen. Und davon gibt es viele. Ein gemeinsamer Heißluftballonflug, ein erfüllter Herzenswunsch eines Bewohners, noch einmal den Hochschwab zu sehen, ein Ausflug zum Großglockner.

All das ist nicht das Kerngeschäft der Pflegekräfte und doch sind es Extrameilen, die sie gerne für die Menschen, die ihnen anvertraut werden, gehen. Was alle hier am Tisch bei Mausser Most in Hitzendorf verbindet, ist, dass sie im Vorjahr für den Vita-Award nominiert waren oder ihn sogar gewonnen haben. Für einige, auch fast ein Jahr später, noch immer ein bedeutender Moment. „Das war wie ein Mini-Oscar für mich, wir haben uns wirklich geehrt gefühlt“, sagt eine Eingeladene am Tisch. Viele andere stimmen ihr nickend zu.

Aus einer spontanen Idee wurde eine Tradition

Noch einmal zusammengekommen sind sie auf Einladung von Landesrat Karlheinz Kornhäusl. Denn dieser führt auch in diesem Jahr sein Versprechen einer gemeinsamen Brettljause als Tradition fort. Kornhäusl selbst hat aber nicht nur durch seine langjährige Tätigkeit als Arzt einen Bezug zur Pflege, wie er selbst erzählt. Als 16-Jähriger machte er ein Praktikum im damaligen LSF, als Gehilfe der Pflegehelfer.

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© Alexander Danner

Aber bei all den schönen Momenten gibt es in der Pflege nach wie vor viele Herausforderungen. Auch dafür soll das Treffen gut sein, ein direkter Weg, um beim zuständigen Landesrat anzubringen, wo der Schuh drückt. Ein solcher Punkt ist die Pflegelehre. Denn obwohl man sich am Tisch einig ist, dass die Ausbildung sinnvoll ist, hakt es an der Bürokratie. Denn die Pflegelehrlinge sind aktuell nicht Teil des Personalschlüssels.

Personalschlüssel soll überarbeitet werden

Ein Problem, das Kornhäusl durchaus bewusst ist. Man wolle sich den gesamten Personalschlüssel genauer anschauen. Dass es überhaupt dazu kommen konnte, liege daran, dass der Personalschlüssel aus einer Zeit stammt, in der es die Ausbildung noch nicht gab. Auch über die Kürzungen im Sozialbereich und Einsamkeit im Alter wurde diskutiert.

Baustellen gibt es noch viele, das ist auch dem Landesrat bewusst. Allerdings: „Es gibt noch viel zu tun, aber doch auch ein paar Verbesserungen. Große Veränderungen brauchen Zeit.“ Worin sich sowohl der Landesrat als auch die Pflegekräfte einig sind: Sie alle würden ihren Beruf wieder wählen.