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Generation Spielplatz

Jonas Bonas im Theatercafé Graz: Zwischen TikTok, PowerPoint und Wels.

© Leonie Zettl
Jonas Bonas: charmant selbstironisch
Mario Huber

Mit seinem ersten Soloprogramm „Generation Spielplatz“ bringt der aus Wels stammende Grazer Kleinkunstvogelpreisträger Jonas Bonas genau das auf die Bühne, was der Titel verspricht: einen bunten, leicht chaotischen Spielplatz der Ideen. Ausgestattet mit Wählscheibentelefon für Anrufe von der „Mamer“, Leinwand und Ukulele hüpft er durch den Abend wie ein Kind, das sich nicht entscheiden kann, ob Rutsche, Schaukel oder Klettergerüst gerade mehr Spaß machen.

Im Mittelpunkt steht die Generation Z, die laut Bonas eigentlich ziemlich großartig ist, nur bei Aufmerksamkeitsspanne und Mental Health noch etwas Nachholbedarf hat. Als TikTok-Bekanntheit mit Videos über österreichische Bahnhöfe setzt er auch auf der Bühne auf bewusst flache Wortspiele. Das wirkt mitunter charmant selbstironisch, nutzt sich aber über die Länge des Abends etwas ab.

Geboten bekommt man „Second Screen Entertainment“: PowerPoint-Präsentationen, KI-Videos und andere Einspielungen konkurrieren ständig um Aufmerksamkeit. Dazwischen stehen Witze über Haarausfall, Schulschummelei und der eine oder andere Griff unter die Gürtellinie. Vieles wirkt bewusst infantil, manches erfreulich respektlos und immer wieder ist das Ganze sehr komisch. Noch öfter aber freut man sich einfach darüber, wie viel Spaß der sympathische Jungkabarettist selbst daran hat.