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Vorstand für neuen Oberkärntner Tourismusverband ist fix

Gerhild Hartweger und Erhard Trojer bilden die Spitze des neuen Tourismusverbands Großglockner-Mölltal-Oberdrautal, der mit 1. Jänner offiziell startet.

Daniel Stocker, Gerhild Hartweger, Paula Müllmann und Erhard Trojer
© KK/Julia Schachner
Finanzreferent Daniel Stocker, Gerhild Hartweger, Geschäftsführerin Paula Müllmann und Erhard Trojer

Die personellen Weichen für den künftigen Tourismusverband (TVB) Großglockner-Mölltal-Oberdrautal sind gestellt: Bei der konstituierenden Vollversammlung in der Kultbox in Mörtschach wurde der Vorstand gewählt. Gerhild Hartweger vom Landgut Moserhof, die sich seit vielen Jahren in führender Rolle im Tourismus der Region einbringt, übernimmt ab 1. Jänner den Vorsitz, Erhard Trojer die Stellvertretung. Der Sitz des künftigen Verbandes wird in der Gemeinde Winklern sein.

Der TVB gliedert sich in die drei Erlebnisräume „Großglockner-Heiligenblut“, „Mölltal“ sowie „Oberdrautal“, die im Jahresdurchschnitt in den vergangenen drei Jahren insgesamt 1.050.886 Übernachtungen aufwiesen. „Diese Erlebnisräume sind kein Marketing-, sondern ein Managementinstrument. Sie werden nicht zum Gast wirken, sondern nach innen und sollen innerhalb der neuen Verbände eine touristische Bündelung des Managements ermöglichen und die lokalen Akteure einbinden“, erklärt Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig, der dem neu gewählten Team bereits vorab für sein Engagement dankt: „Sie übernehmen künftig eine wichtige Verantwortung für die Entwicklung der Region.“ Dem Vorstand gehören außerdem sieben weitere Unternehmervertreter sowie Vertreter der drei nächtigungsstärksten Gemeinden Berg im Drautal, Heiligenblut und Mallnitz an.

Tourismusreform schreitet voran

Mit dem neuen, großen TVB wurde ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Kärntner Tourismusreform gesetzt. Ab kommendem Jahr werden die bisher 125 Tourismusorganisationen im Land zu neun Tourismusverbänden und der Kärnten Werbung zusammengeführt. Ziel ist es, laut Land Kärnten, die touristischen Aufgaben und Zuständigkeiten in den Regionen zu bündeln, die Zusammenarbeit zu stärken und den Betrieben mehr Mitsprache zu ermöglichen. Auch wenn die neuen Tourismusverbände ihre Arbeit offiziell erst im Jänner aufnehmen, werde bereits intensiv an den künftigen Tourismuskonzepten gearbeitet. Diese sollen erstmals eine mehrjährige Infrastrukturplanung enthalten und sie bilden die Grundlage, um künftig Mittel aus dem neuen Infrastrukturfonds des Landes abrufen zu können. Dieser wird aus der neuen Aufenthaltsabgabe gespeist und stellt jährlich rund acht Millionen Euro für Tourismusprojekte zur Verfügung.