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So kann man mit einer Stammzellspende Leben retten

Die Kleine Zeitung bietet mit dem Verein „Geben für Leben“ am 21. Oktober die Möglichkeit, sich für eine Spende zu typisieren. Der Mürztaler Manuel Dully konnte dadurch ein Leben retten.

© Geben für Leben
Er hat es bereits getan: Manuel Dully aus dem Mürztal bei der Stammzellenspende
Christian Huemer
Teamleiter - Redaktion Mürztal

Es gibt Erfolgsgeschichten über berufliche Karrieren, den Sport und viele andere Dinge. Wenn Sie jedoch zum potenziellen Lebensretter werden wollen, dann kann die Typisierung für eine Stammzellenspende der Anfang davon sein.

Die Möglichkeit dazu gibt es am kommenden Mittwoch, 21. Oktober, im Regionalbüro der Kleinen Zeitung in Bruck (Koloman-Wallisch-Platz 23). Von 15.30 bis 18.30 Uhr kann man sich dort mit einem einfachen Wangenabstrich als Spender registrieren lassen.

Alle Personen zwischen 16 und 45 Jahren willkommen

Die Voraussetzungen sind denkbar einfach: Der Aufruf richtet sich an alle Menschen zwischen 16 und 45 Jahren ohne schwerwiegende Erkrankungen. Diesen Schritt hat etwa auch Manuel Dully gemacht. Der heute 34-jährige Bankangestellte bei der Raiba Mürztal hat sich bereits vor etwa fünf Jahren typisieren lassen.

© zVg
Manuel Dully hat bereits ein Leben gerettet

„Dann habe ich lange Zeit nichts gehört“, schildert er im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Vor etwa zwei Monaten kam dann der Anruf: „Meine Spende würde für einen Mann in Frankreich infrage kommen.“

Dieser war an Leukämie erkrankt. Gesagt, getan. „Ich bin ins Entnahmezentrum nach Graz, habe dort alles gut vertragen und gespendet. Auf diese Weise bin ich Lebensretter geworden“, schildert der Leiter der digitalen Bankstelle, der dieser Tage ein Wohnhaus renoviert, seine Unterstützung.

Spende bis zum 61. Lebensjahr möglich

Kennengelernt hat er den Empfänger nicht – noch nicht. Dafür gibt es eine Frist von zwei Jahren. Wer sich einmal registriert hat, kann dann übrigens bis zum 61. Lebensjahr spenden.

Jährlich benötigen rund 400 Menschen mit Blutkrebs eine Stammzelltransplantation. Für etwa zehn Prozent findet sich trotz eines weltweiten Registers mit über 44 Millionen Einträgen kein Spender oder keine Spenderin. Nach solchen sucht in Österreich der Verein „Geben für Leben“. Wer mittwochs keine Zeit hat, kann sich auch ein Spenderset direkt im Regionalbüro der Kleinen Zeitung abholen.