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Christoph Kulmer verzaubert die Steiermark mit neuer Tour

„The BEST OF Me“ – so heißt die neue Zaubershow des Oststeirers Christoph Kulmer. Ein Gespräch über Pannen bei Auftritten, die Überwindung von Ängsten sowie spontane Besuche bei kleinen Fans.

© Fischer Wolfgang
Christoph Kulmer lädt wieder ein zu seinen zauberhaften Shows
Nicole Stranzl
Regionalredaktion Weiz

„Mit jeder meiner Touren hab ich meine Ängste besiegt“, verrät Christoph Kulmer aus St. Margarethen an der Raab. „2017 war es meine Angst, vor so vielen Menschen auf der Bühne zu stehen. Bei der zweiten Tour 2019 hab ich meine Höhenangst bekämpft, indem ich aus einem Flugzeug gesprungen bin. Bei der dritten Tour hab ich erzählt, wie ich meiner Freundin einen Antrag gemacht und dann den Ring verloren hab. In der vierten Tour bekämpfe ich meine größte Angst.“

Welche das ist, verrät der Zauberer noch nicht. Allerdings schon so viel: „Es gibt Neues zu sehen, aber auch die Nummern, die ich am unterhaltsamsten oder am lustigsten finde und die, auf die ich die größten Reaktionen des Publikums bekommen hab.“ Also das Beste aus 18 Jahren Bühnenerfahrung.

The BEST OF Me

Christoph Kulmer präsentiert seine neue „The BEST OF Me“-Tour, es sind noch Tickets verfügbar.

Termine:
29.10. um 19 Uhr im Kunsthaus Weiz
30.10. um 19 Uhr in der Steinhalle Lannach
31.10. um 19 Uhr im Forum Kloster Gleisdorf

Nähere Infos hier.

Auch bei „Magic Dinner“ oder „Magic Lunch“ überzeugt Kulmer. Man kann ihn für Hochzeiten, Firmenfeiern, etc. buchen. Im Schnitt hat er im Jahr rund 200 Auftritte.

Nähere Infos zum Zauberer hier.

Am 29. Oktober gibt’s die „The BEST OF Me“-Tour im Kunsthaus Weiz zu sehen. Nur zwei Tage später tritt Kulmer im Gleisdorfer Forum Kloster auf.

Bei der vergangenen „Pure Magic“-Tour wurde es explosiv und extrem. Sämtliche Register zog der Künstler. Er war mit drei großen Transportern und einer 20-köpfigen Crew unterwegs. „Es war etwas zu groß“, zieht er Bilanz. „Es war ein Ego-Ding, so was Großes auf die Bühne zu bringen.“ Bei der neuen Tour will er „nur“ noch mit einem Anhänger und einer siebenköpfigen Crew unterwegs sein. „Das Feedback der Gäste war: Wir wollen mehr Christoph Kulmer.“

Christoph Kulmer zeigt sein Können bei Kleine-Zeitung-Redakteurin Nicole Stranzl und Schnupperling Lorenz Fetz.

Was bedeutet das? „Ich möchte ein Künstler sein, der für jeden greifbar ist“, sagt der Zauberer, der keine Scheu vor Hausbesuchen hat. So trudelte nach einer Geburtstags-Grußbotschaft für ein zehnjähriges Mädchen eine Anfrage ein. Kurzerhand besuchte er die Geburtstagsfeier. „Sie ist fast in Ohnmacht gefallen und hat vor Freude geweint“, erinnert er sich lächelnd.

Ich muss Menschen manchmal innerhalb von einer Sekunde lesen.

— Christoph Kulmer, Zauberer

Authentisch zu sein, ist ihm wichtig. Genau wie Dankbarkeit. Nicht nur für jedes verkaufte Ticket, auch dafür, im Zauber „sein Ding“ gefunden zu haben. „Ich liebe es, mit meinen erlernten Fähigkeiten Menschen zu begeistern. Gleichzeitig ist die Sucht meines Lebens die Energie von Menschen, die sie mir geben, wenn ich auf der Bühne zaubere und sie begeistere.“

Viel Fingerfertigkeit benötigt Kulmer, aber auch Menschenkenntnis und eine gute Beobachtungsgabe. „Ich muss Menschen manchmal innerhalb von einer Sekunde lesen. Durch das Tischzaubern lerne ich die Leute hautnah kennen und weiß später, wen ich zu mir auf die Bühne holen kann.“ Für manche Tricks braucht er eine introvertierte Frau, für manche einen extrovertierten Mann, manchmal ein Kind, nennt er Beispiele.

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Ein Luftballon wurde Christoph Kulmer bei einem Auftritt beinahe zum Verhängnis.
Ein Luftballon wurde Christoph Kulmer bei einem Auftritt beinahe zum Verhängnis. © Fischer Wolfgang

Geht etwas schief, versuche er, es zu kaschieren. Manchmal kam es zu brenzligen Situationen auf der Bühne. „Einmal hab ich mir bei einer Nummer den kompletten Gaumen aufgerissen, ich hatte nur drei Minuten Pause zwischen den Nummern. Die Sanitäter haben mir schnell einen Vereisungsspray raufgesprüht, danach hab ich eine halbe Stunde weitergespielt.“ Auch ein Luftballon wurde ihm beinahe zum Verhängnis. „Ich hab den Nagel verloren, der mir rausgeholfen hätte. Beim nächsten Auftritt hatte ich drei Nägel mit.“

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Christoph Kulmer im Gespräch mit der Kleinen Zeitung.
Christoph Kulmer im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. © KLZ / Lorenz Fetz

Ein Trick ist übrigens niemals gleich, weil Kulmer stets andere Menschen zu sich auf die Bühne holt. Bei seinen „Magic Dinner“-Shows, die zum 60. Mal in Folge ausverkauft waren, spielte er länger das gleiche Programm. „Manche Leute kommen trotzdem vier oder fünf Mal.“

Lieblingstrick hat er keinen. Als Allrounder liebt er die Abwechslung. Früher wurde ihm oft gesagt, er müsse sich auf etwas spezialisieren, beispielsweise auf Kartendricks oder Illusionen. Kulmer hörte nicht auf die Ratschläge, genauso wie er sich von der anfänglichen Skepsis gegen seines Jobs nicht beeindrucken ließ. Mittlerweile ist er anerkannter Zauberer, wird manchmal auf der Straße erkannt und nach Fotos gefragt. Sein Fazit: „Es ist der perfekte Job für mich.“

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