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Förderquote für Heizungstausch sinkt: Was sich jetzt ändert

„Sanierungsoffensive 2027“: Regierung fördert Dämmen und Heizungstausch im kommenden Jahr mit 500 Millionen Euro.

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Beim Wechsel von Heizungen gelten ab 2027 neue Regeln

Die Regierung hat die maximale Förderquote für den Heizungstausch im Rahmen der „Sanierungsoffensive 2027“ von 30 auf rund 20 Prozent gesenkt. „Wir haben die Förderungen weiter optimiert aufgrund unserer Erfahrungen aus der Vergangenheit“, erklärte Umweltminister Norbert Totschnig am Donnerstag in Wien. Mit der Reduktion wolle man angesichts der hohen Nachfrage möglichst viele Förderwerber berücksichtigen.

Konkret gelten künftig für den Heizkesseltausch Pauschalbeiträge: Für den Eintausch in Fern-/Nahwärme werden laut Totschnig 4000 Euro bereitgestellt, für die Wärmepumpe 5000 Euro und für einen Biomassekessel 6000 Euro. Die neuen Kriterien gelten bereits für Anträge auf Heizungstausch, die ab 2. November gestellt werden können. Finanziert werden sie noch aus nicht ausgeschöpften Mitteln der Sanierungsoffensive 2026. Bis Jahresende werden nicht abgerufene Fördergelder von rund 20 Millionen Euro erwartet.

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Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP)

Auch die Förderabwicklung wird anders gestaltet. „Unser Ziel ist es, dass die Mittel alle abgeholt werden“, begründete Totschnig den Schritt. Bisher mussten sich Interessentinnen und Interessenten vorab registrieren und konnten innerhalb von neun Monaten die Belege einreichen – viele Förderungen wurden dann nicht in Anspruch genommen. Künftig sollen Antragstellung, Genehmigung und Endabrechnung in einem Verfahren gebündelt werden, hieß es am Donnerstag.

Wie sich die Mittel zusammensetzen

Insgesamt stehen, wie bereits seit Sonntag bekannt, für die „Sanierungsoffensive 2027“ mit Start 4. Jänner 500 Millionen Euro an Fördergeld zur Verfügung. Davon kommen 360 Millionen Euro aus dem Umweltministerium und 140 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsministerium. Von den Mitteln aus dem Umweltressort stehen 179 Millionen Euro für den Kesseltausch zur Verfügung, 181 Millionen Euro für thermisch-energetische Sanierungen, insbesondere im mehrgeschossigen Wohnbau. Das Wirtschaftsministerium stellt unterdessen 90 Millionen Euro für die Sanierungen von Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern zur Verfügung und 50 Millionen Euro für thermische Sanierungen durch gemeinnützige Bauvereinigungen.

„Wir sparen 242.700 Tonnen CO₂ pro Jahr ein und lösen eine jährliche Wertschöpfung in Höhe von 2,1 Milliarden Euro aus“, sagte Totschnig. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) erhofft sich dadurch einen Impuls für die heimische Bauwirtschaft. „Bei thermischen Sanierungen bleiben rund 90 Prozent der Wertschöpfung im Inland. Damit unterstützen wir gezielt unsere regionalen Bau- und Handwerksbetriebe“, betonte Hattmannsdorfer.