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Primärversorgungszentrum Leoben zieht nach einem Jahr positive Bilanz

Das Primärversorgungszentrum (PVE) in Leoben gibt es seit einem Jahr. Nach anfänglichen Herausforderungen habe man sich gut eingespielt, sagen die Barmherzigen Brüder als Betreiber.

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Das Team der PVE Leoben
Klara Erregger
Redakteurin Regionalredaktion Leoben

Im Oktober vor einem Jahr wurde die erste Primärversorgungseinheit (PVE) in Leoben in der Vordernberger Straße 12 eröffnet. Betreiber sind die Barmherzigen Brüder, der Standort ist somit Teil des Gesundheitszentrums Murtal, zu dem auch die PVE Fohnsdorf, die Kinder-PVE und die Ambulanz für Gynäkologie in Zeltweg gehören. Ziel des neuen Standortes war es, Allgemeinmedizin, Pflege und Therapie unter einem Dach näher zusammenzubringen.

Nach dem ersten Jahr fällt die Bilanz positiv aus, informiert Lukas Sassmann, Pressesprecher der Barmherzigen Brüder, auf Anfrage der Kleinen Zeitung. Die Zahl der Patientinnen und Patienten steige kontinuierlich, auch die Rückmeldungen seien „durchwegs positiv“.

Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten

Dennoch sei der Anfang eines jeden Projekts mit ein paar Hürden verbunden, bestätigt PVE-Leiterin Claudia Müller. „Es war zuerst eine Herausforderung, von der Region aufgenommen zu werden. Aber wir sind sehr aktiv auf unsere niedergelassenen Kollegen zugegangen und haben sie eingeladen“, erklärt sie. Mittlerweile habe man sich gut miteinander eingespielt, gerade bei Urlaubs- oder Krankenstandsvertretungen helfe man sich gegenseitig aus.

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Claudia Müller ist die Leiterin des Gesundheitszentrums Murtal, zu dem auch die PVE Leoben gehört

Nach dem Softopening sei auch das Team rasch gewachsen. Derzeit sind in der PVE drei Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner, zwei diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, drei Ordinationsassistenzen, eine Logopädin, eine Ergotherapeutin und ein Physiotherapeut tätig. „Die tägliche Zusammenarbeit in unserem Kernteam ist sehr eng“, sagt Müller.

Der Unterschied zum niedergelassenen Bereich bestehe darin, dass man durch das große Team mehr Möglichkeiten hätte und grundsätzlich mehr Patienten behandeln könne. Mit den Öffnungszeiten, die montags bis 19 Uhr gelten und mittwochs um 7 Uhr starten, erreiche man zudem auch Patienten, denen es nur an Randzeiten möglich ist, zum Arzt zu gehen. Auch mit dem LKH Leoben und niedergelassenen Facheinrichtungen, etwa radiologischen Praxen, arbeite man gut zusammen.

Netzwerktreffen und Prävention

Durch Netzwerktreffen will man sich in der Region noch weiter ausbreiten, informiert Sassmann. Man nehme etwa am Netzwerktreffen zur „demenzfreundlichen Stadt“ der Stadtgemeinde Leoben teil. Auch der Austausch mit den Community Nurses sei wichtig. „Mit dem Institut für Familienförderung sind wir auch gerade in Gesprächen, da wollen wir in Zukunft auch eine gute Schnittstellenarbeit schaffen“, erklärt Müller. Ein weiterer Fokus werde laut der PVE-Leiterin auf Prävention und Gesundheitsprophylaxe gesetzt.