22 Millionen für ÖFB? FIFA plant offenbar Milliarden-Ausschüttung für Verbände
Die FIFA plant offenbar eine erhöhte 25-Millionen-Dollar-Zahlung pro Verband. Handelt es sich dabei um ein Wahlzuckerl Infantinos?
Die FIFA plant laut Medieninformationen eine gigantische Ausschüttung an ihre Mitgliedsverbände. Unter Berufung auf ein FIFA-Dokument berichtet die US-Nachrichtenagentur AP, dass der Fußball-Weltverband mit Präsident Gianni Infantino an der Spitze zwischen 2027 und 2030 6,35 Milliarden Dollar (rund 5,6 Mrd. Euro) verteilen wolle, darunter eine deutlich erhöhte Zahlung von 25 Millionen Dollar (rund 22,3 Mio. Euro) an die einzelnen Nationalverbände.
Die FIFA begründet die Ausschüttung demnach mit dem großen kommerziellen Erfolg der WM im Sommer und will „die Investitionen in die Entwicklung des Fußballs in den 211 Mitgliedsverbänden, den Kontinentalverbänden und anderen Anteilseignern fördern“. Die UEFA als schärfster Infantino-Kritiker hatte den FIFA-Boss angesichts satter WM-Gewinne in einem Maßnahmenkatalog für umfassende Reformen unter anderem zu einer Zahlung von mindestens zehn Millionen Dollar pro Nationalverband aufgefordert – nun setzt der Schweizer offenbar noch einmal einen satten Zuschlag obendrauf. Zahlungen an die 211 Nationalverbände sind seit jeher ein gängiges Mittel im Wahlkampf um die FIFA-Führung.
Finanzplan soll bei FIFA-Kongress abgesegnet werden
In dem auf den 14. Oktober datierten Dokument sei die Rede davon, dass der Finanzplan vom FIFA-Rat im Dezember finalisiert werden und beim FIFA-Kongress im März 2027 abgesegnet werden soll, berichtete AP. Bei diesem Kongress in Marokko will Infantino als Präsident des Weltverbands wiedergewählt werden. Einen eigenen Kandidaten konnten seine Gegner noch nicht präsentieren. Der Schweizer steht nach seinem Alleingang für einen Vermarktungsplan der WM-Geschäfte massiv in der Kritik.
Am Donnerstag kommt es bei der Sitzung des FIFA-Councils in Zürich zum Aufeinandertreffen von Infantino mit seinen Kritikern, die durch ihre UEFA-Ämter dem Weltverbandsgremium angehören. Derzeit hat der 56-Jährige noch eine ausreichende Machtbasis durch Unterstützer aus Afrika, Asien, Südamerika und Ozeanien.