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Kunasek: „Auch der Sport muss Beitrag zur Budgetkonsolidierung leisten“

Nach Bekanntwerden des Entwurfs des Landesbudgets tagte der Landessportrat in der Grazer Burg.

© APA / Expa/ Johann Groder
Mario Kunasek: „Der Unmut ist nachvollziehbar“

Die Unruhe unter den steirischen Sportdachverbänden Sportunion, ASVÖ und ASKÖ war spür- und hörbar, als der Entwurf zum steirischen Landesbudget 2027 veröffentlicht wurde: 1,45 Millionen Euro und damit pro Dachverband rund 75.000 Euro weniger im Vergleich zu 2026 soll es im kommenden Jahr an Fördermitteln geben – in einer Situation, in der etwa Markus Pichler von der steirischen Sportunion gar kein Einsparpotenzial mehr sieht. Im Rahmen einer Sitzung des Landessportrats im Büro des für den Sport zuständigen Landeshauptmanns Mario Kunasek (FPÖ) erfolgte nun ein Austausch. „Die Gespräche waren konstruktiv, den Umständen entsprechend harmonisch“, sagte etwa Wolfgang Bartosch. Er ist Präsident des steirischen Fußballverbandes und vertrat als Vorsitzender des Landessportfachrats alle 55 steirischen Sportfachverbände, bei denen ebenso eine Kürzung von rund 200.000 Euro geplant ist – die Aufteilung der Mittel wird von Fachverband zu Fachverband einzeln evaluiert, sagt Bartosch.

Auch seitens der Sportdachverbände wird trotz der Umstände von einer „positiven Stimmung“ bei der Sitzung berichtet. Der Landeshauptmann pflichtete bei, bedankte sich für die sachlich orientierte Diskussion und kann die Unzufriedenheit der Dachverbände nachvollziehen, da sie schließlich Kapazitäten „voll ausschöpfen und jedes Jahr Fortschritte erzielen wollen“.

Kinder- und Jugendarbeit hat „oberste Priorität“

Um die Neuverschuldung einzubremsen, müsse jedoch auch der Sport einen Beitrag zur Budgetkonsolidierung leisten, sagt Kunasek: „Ein Ergebnis der Einsparungen wird sein, dass das Ehrenamt wieder verstärkt in den Mittelpunkt rücken wird. In der heutigen Sitzung des Landessportrates kam jedenfalls ganz klar zum Ausdruck, dass Einsparungen bei der Kinder- und Jugendarbeit mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verhindern sind. Sie hat für alle oberste Priorität.“