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Sparstudie: So legen die Kärntner in unsicheren Zeiten ihr Geld an

Obwohl der monatliche Sparbetrag sinkt, verlieren Sparen und das Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit nicht an Bedeutung.

© Hannes Krainz/Kärntner Sparkasse
Vorstandstrio der Kärntner Sparkasse mit Sparefroh: Michael Koren, Ulrike Resei, Siegfried Huber. „Finanzpolster gibt Halt und Freiheit“
Eva Gabriel
Wirtschaft

Sparen ist weiterhin en vogue: Für 80 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner ist es „sehr“ bzw. „ziemlich“ wichtig, ergab eine aktuelle Studie von Erste Bank und Sparkassen. Besonders hoch ist der Stellenwert bei den Jungen: In der Generation Z hält die Hälfte Sparen für sehr wichtig, sie spart häufig für eine spätere Immobilienfinanzierung. Bei den Babyboomern sind es 33 Prozent. „Das zeigt, wie groß das Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit ist. Ein eigenes Polster gibt Halt und die Freiheit, selbst zu entscheiden“, sagt Siegfried Huber, Vorstandssprecher der Kärntner Sparkasse. Tatsächlich verbinden 90 Prozent der Befragten Sparen mit einem Gefühl von Sicherheit, 86 Prozent mit persönlicher Unabhängigkeit. Beide Werte sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

Der finanzielle Spielraum wird jedoch enger. Im Schnitt legen die Kärntner 284 Euro pro Monat zur Seite - das ist um 28 Euro weniger als im Vorjahr. Gesamtwirtschaftlich ist die Sparquote der privaten Haushalte laut Statistik Austria von 11,7 auf zehn Prozent gesunken. Für 2026 erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo 8,7 Prozent.

Wertpapiere überholen das Bausparen

Sparbuch bzw. Sparkonto bleiben mit fast 80 Prozent die meistgenutzte Sparform. Der Anteil jener, die Wertpapiere nutzen, beträgt 38 Prozent. Damit haben Wertpapiere das Bausparen (33 Prozent) überholt. Laut Huber liegt aber immer noch viel Geld dort, wo es keinen Ertrag bringt: 53 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner sparen (auch) am Girokonto. Ein Drittel bewahrt Erspartes zu Hause oder im Tresor auf.

„Das Girokonto ist ein Konto für den Alltag, kein Sparkonto. Als Reserve für unerwartete Ausgaben sollten dort höchstens drei Monatsgehälter liegen. Was darüber hinausgeht, gehört kurzfristig auf ein Sparkonto und langfristig etwa in Wertpapiere“, sagt Sparkasse-Vorstand Michael Koren. Für viele seien ETFs der Einstieg in den Kapitalmarkt. Wie auch in Gesamtösterreich sind Aktien, ETFs und Investmentfonds in Kärnten zur Wertpapiernutzung am beliebtesten.

Weltspartag am 30. Oktober

Der Weltspartag fällt heuer auf Freitag, den 30. Oktober 2026. Stärkstes Symbol dafür ist und bleibt mit 40 Prozent der Sparefroh, der heuer seit 70 Jahren in Österreich im Einsatz ist.