ÖFB-Talent gelobt: „Er kann zu den Besten der Welt gehören“
Die Debüts für David Alaba und Ifeanyi Ndukwe endeten mit einem Wellenbad der Gefühle. Vor allem das ÖFB-Nachwuchstalent hatte einen ereignisreichen Abend.
Mit David Alaba und dem fast halb so alten Ifeanyi Ndukwe haben am Montagabend zwei ÖFB-Legionäre für Debüts bei ihren neuen Clubs gesorgt. Alaba kam beim 1:2 bei Torino zu seinem ersten Einsatz für Udinese, der 18-jährige Ndukwe stand in der spanischen LaLiga erstmals von Beginn an am Feld und erlebte beim turbulenten 3:3 von Levante im Heimspiel gegen den FC Sevilla eine Achterbahn der Gefühle. Lob gab es für beide Österreicher.
In Turin kassierte Udinese mit dem in der 73. Minute eingewechselten Alaba die vierte Niederlage in sechs Runden. Trainer Kosta Runjaic hatte vor Anpfiff begründet, warum der neue Abwehrchef vorerst auf der Bank Platz nahm. „Sein letztes offizielles Spiel war vor drei Monaten. Wir müssen das steuern.“
Udinese-Coach: Nicht ganzer Druck auf Alaba
Alaba versuchte auf dem Feld, das Spiel seines Teams anzukurbeln. Runjaic betonte nach Schlusspfiff, dass der 34-Jährige aber nicht alleine die Verantwortung übernehmen könne. „Wir dürfen nicht den ganzen Druck auf ihn alleine lenken. Er ist ein Teil der Mannschaft, alle Spieler müssen maximal konzentriert bleiben“, sagte der in Wien geborene Deutsche. Beim entscheidenden Gegentor gegen Torino patzte Udineses Torhüter Maduka Okoye.
Ein Wellental durchschritt in Valencia Abwehrtalent Ndukwe. Bei seinem ersten Startelf-Einsatz für Levante verursachte der Wiener mit einem misslungenen Rückpass das frühe 0:1, steigerte sich im Spielverlauf aber und erzielte in der zehnten Minute der Nachspielzeit mit ein wenig Glück den 3:3-Endstand.
„Chamäleonartiger“ Ndukwe
Die Sport-Tageszeitung „Marca“ schrieb: „Ndukwe, vom Bösewicht zum Helden.“ Der Österreicher habe einen „chamäleonartigen“ Auftritt hingelegt. Levantes Trainer Luis Castro lobte den Youngster für seine mentale Standhaftigkeit. „Ein Spieler in seinem Alter, der einen solchen Fehler begeht und dennoch mit der gleichen Persönlichkeit weitermacht, beweist damit seine Stärke“, sagte der Portugiese. „Das Tor wird ihm gut tun, es wird ihm Stabilität verleihen.“
Ndukwe war im Finish der Sommer-Transferzeit von Liverpool leihweise für eine Saison zum spanischen Club gewechselt. In der Vorbereitung hatte er bei den Reds überzeugt, eine fehlende Arbeitserlaubnis verhindert aber noch Einsätze für den Premier-League-Club. Castro attestierte seinem Schützling eine große Zukunft. „Er hat ein sehr großes Potenzial. Wenn er sich normal weiterentwickelt, kann er auf seiner Position zu den Besten der Welt gehören.“