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Wrestling im Mürztal: Bambikiller steigt mit Sohn in den Ring

Chris Raaber alias Bambikiller ist in der Szene ein altbekanntes Schwergewicht. Bei der Wrestling-Rückkehr im Mürztal kämpft er zum ersten Mal gemeinsam mit seinem Sohn.

© KK
Ben Raaber alias Bambikiller Jr. gewann bereits seinen ersten Kampf. Jetzt steigt er mit Vater Bambikiller gemeinsam in den Ring

„Ich hab’ in 47 Ländern gekämpft. Selbst vor einem WM-Finale bin ich nicht nervös. Aber das ist das erste Mal, dass ich ein bisschen Nervosität spüre“, sagt der Leobener Wrestler Chris Raaber alias Bambikiller. Der Profiwrestler und neunfache Gewinner verschiedener internationaler Champion-Titel bestreitet am Samstag, dem 17. Oktober, einen Kampf im Volkshaus Wartberg (Gemeinde St. Barbara im Mürztal).

„Es wird ein großes Spektakel“, verspricht Philipp „RocknRolla“ Ebner. Als Mitorganisator holte der Kindberger nach vielen Jahren wieder ein Wrestling-Event der UKWA (Ultimate Kombat Wrestling Association) ins Mürztal.

© Lösel
Der RocknRolla freut sich sehr auf das Wrestling-Event in seiner Heimat. Er wird auch seinen in Anger bei Weiz erkämpften Titel verteidigen

Mit den Schnitzelsemmeln von Petra Rakitnik (Kantine FC Kindberg) und dem Cèst la vie, das ausschenkt und wo auch die Aftershowparty stattfindet, hat Ebner in Unterstützung mit einigen Sponsoren bestens für das Rundherum gesorgt. „Auch einige Nachwuchswrestler werden zu Beginn des Abends zeigen, was sie können“, freut sich Ebner, der selbst als weiteres Highlight in einem äußerst kompromisslosen Streetfight gegen Ritshy Rage seinen Titel verteidigt.

Des Vaters Stolz

Keine Kompromisse im Ring möchte auch der dreizehnjährige Ben Raaber eingehen. Unter dem Namen Bambikiller Jr. kämpft er zusammen mit seinem Vater in einem sogenannten Tag-Team-Kampf gegen ein anderes Team. Das ist für den Buben aber nicht sein erstes Mal im Ring, wie Vater Chris Raaber erzählt: „Letzte Woche hatte er sein Debüt in Dachau.“

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Chris Raaber freut sich schon auf weitere Kämpfe mit seinem Sohn

Ben trainiert schon seit vier Jahren in der Wrestlingschule seines Vaters. Anfangs noch bei den Kindern mache der 1,87 Meter große Junge inzwischen schon bei den Erwachsenen mit, erzählt Chris Raaber. „Ich seh’ da sehr viel von mir selbst in ihm“, berichtet er. Der Profiwrestler hat ebenfalls in jungen Jahren – mit 15 – zu kämpfen begonnen. „Als ich so alt war wie Ben, habe ich meine Ziele für die Zukunft aufgeschrieben. Ich konnte alles und mehr davon abhaken“, sagt Bambikiller.

In seinem Sohn sehe er noch mehr Talent als in ihm selbst: „Wenn er meinen Weg einschlägt, glaube ich, kann er es noch weiter bringen.“ Er sehe schon bei der Art, wie er kämpft und wie er mit dem Publikum umgeht, dass Ben viel Potenzial hat. „Das macht einen Papa schon stolz.“

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Ben Raaber tritt als Bambikiller Jr. auf

Groß gegen Groß und Klein gegen Klein

Die geplanten Gegner des Vater-Sohn-Duos schätzt der Profi als würdig ein: „Das sind starke Gegner, das ist kein Fallobst. Das muss man absolut ernst nehmen.“ Einer der Gegner, der ehemalige Strongman Christian Meixner mit dem Alter Ego „Walentin Kristow“, bewegt sich in einer ähnlichen Gewichtsklasse wie Bambikiller. Sein Teampartner „Tobias Skyt Race“ sei wiederum 15 Jahre alt und deshalb ein gutes Gegengewicht für Bambikiller Jr.

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Bambikiller Jr. gewann kürzlich seinen ersten Kampf in Dachau
Bambikiller Jr. gewann kürzlich seinen ersten Kampf in Dachau © KK

Chris Raaber hat aber auch väterliche Bedenken, was den Kampf angeht: „Die Angst, dass er sich verletzt, ist auch da. Aber das gehört in dem Sport dazu und ich bin überzeugt von ihm.“ Deshalb freue er sich auf einen ordentlichen Kampf, wo alle ihr Bestes geben. Geschont wolle das Vater-Sohn-Duo nicht werden: „Dafür steigen wir in den Ring. Sonst könnten wir zusammensitzen und ,Hosn owi‘ spielen.“

Starker Rückhalt

Nach dem Tag-Team-Kampf steht noch eine zweite Einladung für die beiden in Hamburg an. Deshalb müsse man sich in St. Barbara noch mehr anstrengen: „Der Kampf ist entscheidend. Wenn die Veranstalter aus Hamburg sehen, das funktioniert gar nicht, dann ist es für sie auch uninteressant.“ Raaber freue sich generell, öfter mit seinem Sohn zu Kämpfen zu reisen: „Ich genieße es, mit Ben on the Road zu sein. Er ist mein liebster Travel-Buddy.“

Auch wenn Chris Raaber große Hoffnungen in seinen Sohn setzt, sei ihm wichtig, dass er sich nicht zu stark unter Druck setzt: „Ich mach’ ihm da keinen Stress. Und zur Not bin ich immer in seiner Nähe. Wenn er mal aus dem Ring fällt, fange ich ihn auf.“

Wer sich am Samstag die große Wrestling-Show im Volkshaus Wartberg nicht entgehen lassen möchte, kann sich auf www.eventbrite.at oder an der Abendkasse noch Karten sichern. Der RocknRolla Ebner rechnet mit einer vollen Halle.